Stand: 23. September 2026

Wildcampen auf der Dôle

Auf der Dôle, dem 1'677 m hohen Jura-Gipfel über Nyon, steht zuoberst das eingezäunte Radargelände von Skyguide und MeteoSchweiz. Der offene Grat 250 m nordnordöstlich ist private Weide: Dort geht eine Nacht mit dem Ja des Eigentümers, abseits des Wegs und nur bis zum Morgen.

Was heisst das?

Illegal Eine konkrete Regel verbietet es, meist mit Busse, und sie wird durchgesetzt. Schlaf woanders.

Nicht erlaubt Hier gibt es keinen echten Platz zum Zelten. Ein abgesperrtes Gelände, ein bebautes Gebiet oder nirgends sinnvoll zum Hinlegen, auch wenn keine Busse droht.

Kommt drauf an Du darfst hier schlafen, aber zuerst gilt eine Bedingung: den Grundeigentümer fragen, einen Platz buchen, in einer festen Zone bleiben oder statt Zelt nur biwakieren. Der Bericht sagt, welche.

Toleriert Keine Regel erlaubt oder verbietet es klar, aber eine einzelne Nacht wird in der Praxis akzeptiert und niemand schreitet ein. Üblich für hohe Biwaks über der Baumgrenze.

Legal Eine Nacht ist hier in Ordnung. Entweder erlaubt es eine Regel, oder wir haben alle Gesetze geprüft und nichts dagegen gefunden. Trotzdem: spät aufbauen, früh weg, keine Spuren.

Was «Wildcampen» hier meint: eine Nacht. Ein kleines Zelt oder ein Biwaksack, gegen Abend hinauf, am Morgen weg. Kein Basislager, kein Camper. Die meisten Schweizer Verbote sind gegen das Campieren geschrieben; ob eine einzelne Nacht auch darunter fällt, hängt am genauen Wortlaut, und genau den prüft dieser Artikel. Der ganze Unterschied: Wildcampen oder Biwakieren.

Wildcampen auf der Dôle: Der Gipfelpunkt ist ein Radargelände

Wildcampen auf der Dôle beginnt mit der Frage, welche Dôle. Dieser Bericht meint den 1'677 m hohen Gipfel über Nyon und Gingins, den zweithöchsten des Schweizer Juras, mit der weissen Kugel, die man weit dem Genfersee entlang sieht, nicht das gleichnamige Quartier in Genf. Oben treffen sich drei Gemeinden. Der Gipfelpunkt liegt in Chéserex, auf einer Parzelle von 61 m². Gingins beginnt 1,3 m westlich, La Rippe 53 m südlich, und jede der drei hat ihr eigenes Polizeireglement.17

Dann der Blick darauf, was dort steht. Der Gipfelpunkt ist das Gelände der Radaranlagen: ein Gebäude von 431 m² aus dem Jahr 1948, 23 m südlich, und die Kugel, 1950 gebaut, 36 m nordöstlich, die laut Bundesinventar der Landschaften seit Mitte der 1960er-Jahre «un radar pour l'aviation et une station météorologique» enthält, ein Flugsicherungsradar und eine Wetterstation. Rundherum stehen Zäune, ein Tor, zwei Hütten, die Bergstation der Sesselbahn Dappes-Dôle 66 m nordnordwestlich, das obere Ende der Werkseilbahn vom Chalet de la Dôle 63 m östlich, ein Aussichtspunkt, und der Gratweg führt 6 m am Gipfelpunkt vorbei. Dort schläft niemand, und über einen Zaun steigt man nicht, um es zu versuchen: Alles Umfriedete schützt zusätzlich Art. 186 StGB, der gewöhnliche Hausfriedensbruch.179

Der Boden selbst ist nicht das Problem. Die Dôle ist kein Felszahn. Oben liegt ein gerundeter Grat aus Trockenweide, 20 bis 40 m breit, von Nordnordost nach Südsüdwest, mit der Kalkwand auf der Ost- und Südostseite. Das Bundesinventar nennt den Gipfel «dégarni», baumlos, und der nächste Wald beginnt 272 m vom Gipfelpunkt: Der Grat liegt über dem geschlossenen Wald. Nordnordöstlich der Kugel, zwischen 190 und 280 m entfernt, flacht der Grat zu einigen zeltgrossen Flecken mit 1 bis 6 Grad Neigung ab, 15 bis 25 m vom Weg.17

Und im Sommer kommt man nur zu Fuss hinauf. Keine öffentliche Strasse führt hinauf. Die Strasse von Gingins steigt zur Barillette und zum Chalet de la Dôle auf 1'439 m, 600 m östlich und rund 240 m unter dem Gipfel, und von November bis April ist sie gesperrt; die Sesselbahn fährt nur in der Skisaison. Wer hinaufsteigt, kommt wegen der Aussicht, bei Sonnenuntergang wie bei Sonnenaufgang, und ein Fotoblog beschreibt eine Nacht unter freiem Himmel auf dem Gipfel am 21. September 2026. Das ist Kolorit, keine Erlaubnis.108

Drei Gemeinden treffen sich auf dem Gipfel, und jede hat ihre eigene Campierregel

Der Kanton Waadt hat keine allgemein geltende Campierregel, und keine Regel des Bundes reicht bis zu diesem Gipfel. Was über eine Nacht hier entscheidet, ist kommunal, und auf der Dôle sind es drei Regeln innerhalb von 53 m.67

Chéserex, wo Gipfelpunkt und Grat liegen. Das Polizeireglement von 2009 hat einen Artikel zum Campieren:

«Il est interdit de camper ou de dormir sur le domaine public. a) Le camping occasionnel de plus de 4 jours sur le domaine privé est soumis à autorisation municipale.»Chéserex, Règlement de police, Art. 18, genehmigt am 2. Juni 2009.

Auf Deutsch: Campieren oder Schlafen auf öffentlichem Grund ist verboten, und gelegentliches Campieren von mehr als vier Tagen auf Privatgrund braucht eine Bewilligung der Gemeinde. «Camper ou dormir» erfasst einen Biwaksack so sicher wie ein Zelt, aber nur auf öffentlichem Grund, dem Land, das laut Reglement «destiné au commun usage de tous» ist, und im Umkreis von 500 m um den Gipfel gibt es keine Parzelle öffentlichen Grunds: Grat, Radarparzellen und Hänge sind alle privat. Die Zonenordnung von Chéserex legt den Grat sogar in eine «zone jurassienne» für Forst, Weide und «la détente et aux loisirs de plein air». Eine Nacht auf dem Grat in Chéserex braucht also keine Bewilligung der Gemeinde. Sie braucht trotzdem das Einverständnis des Eigentümers, weil das Zivilgesetzbuch die Weide den Wanderern öffnet, nicht dem Übernachten.219

Gingins und La Rippe, 1,3 m und 53 m entfernt. Ihre Polizeireglemente, das von Gingins aus dem Jahr 2022 und das von La Rippe aus dem Jahr 2020, enthalten dieselbe Campierklausel:

«Il est interdit de camper sur la voie publique ou ses abords. Sur le domaine privé, le camping occasionnel n'est permis qu'avec l'accord du propriétaire, du locataire, du fermier ou du possesseur à un autre titre de l'immeuble. L'autorisation de la municipalité ou de l'autorité délégataire est obligatoire pour toute durée excédant quatre jours.»Gingins, Règlement général de police, Art. 72 Abs. 1 und 2, in Kraft seit 2. Mai 2022. Art. 66 von La Rippe, genehmigt am 10. Januar 2020, hat denselben Wortlaut ohne die delegierte Behörde.

Auf Deutsch: Campieren auf dem öffentlichen Weg oder daneben ist verboten; auf Privatgrund ist gelegentliches Campieren nur mit dem Einverständnis von Eigentümer, Mieter, Pächter oder einem anderen Besitzer des Grundstücks erlaubt, und mehr als vier Tage brauchen eine Bewilligung der Gemeinde. In diesen beiden Gemeinden ist die Zustimmung des Eigentümers keine Höflichkeit, sondern die Bedingung im Text. Und «voie publique» meint viel mehr als eine Strasse: Beide Reglemente definieren sie als jeden Weg, der dem öffentlichen Verkehr offensteht, auch einen, der «à une catégorie d'usagers» beschränkt ist, «indépendamment du fait qu'elle se trouve sur le domaine public ou le domaine privé». Ein Wanderweg über private Weide ist dort eine voie publique, und darauf oder daneben zu zelten ist schlicht verboten, mit oder ohne Ja des Eigentümers. Wie viele Meter «abords» umfasst, sagt keines der beiden Reglemente. Montreux schreibt dasselbe Muster in die Regel, die an der Dent de Jaman gilt: Zustimmung von Eigentümer oder Pächter, eine Bewilligung erst ab vier Tagen, kein Campieren auf der öffentlichen Strasse.34

Erfasst «camper» einen Biwaksack? Keines der drei Reglemente definiert das Wort, und ein Entscheid dazu ist nicht publiziert. Chéserex nennt zusätzlich das Schlafen; die gemeinsame Klausel von Gingins und La Rippe nennt nur das Campieren. Behandle einen Biwaksack in allen drei Gemeinden wie ein Zelt: zuerst fragen, und weg von den Wegen.234

Was ein Verstoss kostet. Alle drei Reglemente verweisen für die Busse auf das kantonale Recht. Gingins und La Rippe führen Listen von Ordnungsbussen, und Campieren steht auf keiner, niemand stellt dir also oben einen Zettel aus; ein Verstoss läuft als gewöhnliche Strafverfügung der Gemeinde nach Art. 25 des Waadtländer Übertretungsgesetzes, höchstens 500 Franken, im Wiederholungsfall oder bei andauernder Übertretung bis 1'000 Franken. Chéserex publiziert einen Pauschaltarif für seine Strafverfügungen: 70 Franken Busse plus 30 Franken Kosten beim ersten Mal, 140 plus 30 Franken im Wiederholungsfall. Die eidgenössischen 150 Franken für ein Zelt im Jagdbanngebiet spielen keine Rolle: Auf der Dôle gibt es kein eidgenössisches Jagdbanngebiet, das nächste liegt 6 km entfernt.521

Die Trockenweide, das Landschaftsinventar und der Nutzungsplan des Massivs

Kanton. Das Waadtländer Naturschutzgesetz von 2023 enthält keine Bestimmung zum Campieren. Seine Ausführungsverordnung, in Kraft seit 1. Juli 2024, kennt die einzige kantonale Campierbusse: 150 Franken für Campieren, Biwakieren oder Feuer ausserhalb der dafür bezeichneten Orte «dans un secteur cantonal de protection», dessen Regeln es verbieten. Das setzt einen Schutzbeschluss oder einen kantonalen Nutzungsplan mit einem solchen Verbot voraus, und keiner erfasst die Dôle: Das nächste geschützte Gebiet, das Reservat Roche Verte über Saint-Cergue, liegt 1,9 km entfernt. Das Waadtländer Campinggesetz regelt Campingplätze als Anlagen, das Waldgesetz hat keine Campierklausel, und das kantonale Inventar der Naturdenkmäler und Stätten betrifft Bauvorhaben der Eigentümer, nicht Besucher.6

Bund. Die Dôle ist BLN-Landschaft Nr. 1007 und gehört zum Parc Jura vaudois, einem regionalen Naturpark. Beides ist keine Campierregel: Das Inventar bindet Behörden in ihren eigenen Entscheiden, und der Park ist ein Label, dessen Charta nichts zum Campieren sagt. Ein Schutzziel des Inventars sagt dir trotzdem, wohin du nicht gehst: «Conserver la tranquillité du versant sud du massif et des forêts», die Ruhe der Südflanke und der Wälder erhalten. Die Wälder sind der Lebensraum des Auerhuhns, der Leitart der Region.7

Die Ebene, die bestimmt, wie du zeltest: eine Trockenweide von nationaler Bedeutung. Gipfel und ganzer Grat liegen im Objekt 6308 «La Dôle» des Bundesinventars der Trockenwiesen und -weiden, 85 ha in Chéserex, Gingins und La Rippe. Die Verordnung dazu sagt in der französischen Fassung «Les objets doivent être conservés intacts», die Objekte sind unversehrt zu erhalten, und verpflichtet die Kantone, Tourismus und Erholung mit diesem Ziel in Einklang zu halten. Wie das BLN bindet sie Behörden und schafft keinen Straftatbestand für Wanderer. Sie ist trotzdem der einfache Grund, dieses Gras als das zu behandeln, was es ist: keine Gräben, keine Steine verschieben, kein Feuer, nichts zurücklassen, und das Zelt im Morgengrauen abbauen, damit sich die Grasnarbe erholt.7

Die Seite von Gingins: eine Naturzone im Plan des Massivs. Westlich der Grenze, die über den Gipfel läuft, legt der Nutzungsplan von 2006 für das Massiv der Dôle, der auch das Skigebiet regelt, den Gipfelbereich in eine Naturschutzzone. Der Plan will ihn mässig beweidet und nicht verändert «par un piétinement concentré (cheminements le long de la crête et place de pique-nique)», und er stellt «tout projet ou activité qui pourrait porter atteinte au site» unter die vorgängige Zustimmung der kantonalen Naturschutzfachstelle. Campieren nennt der Plan nirgends, es ist also eine Grauzone, kein Verbot, und der empfohlene Platz liegt ausserhalb, 43 m östlich der Linie auf der Seite von Chéserex. Derselbe Plan macht die Wälder von Les Léseneys und Couvaloup zu «espaces de tranquillité absolue pour la faune»: Freizeitaktivitäten abseits der Pisten sind dort ausser zu Fuss verboten, Schneeschuhlaufen ganz.81

So geht es: das Ja des Eigentümers, dann der Grat nördlich der Kugel

Wem der Grat gehört. Der empfohlene Platz liegt auf der Parzelle 401 von Chéserex, 93 ha Weide vom Grat die Ostflanke hinunter, auf der auch das Chalet de la Dôle steht, das Alpgebäude, ohne eigenes Baurecht. Die Regionalzeitung La Côte schrieb 2015: «Sur le territoire de Chéserex, mais propriété de Gingins, le chalet de la Dôle», auf dem Gebiet von Chéserex, aber im Eigentum von Gingins. Gingins hat auch der Bergbahngesellschaft ihre Baurechte auf dem Gipfel eingeräumt. Die Gemeinde Gingins ist also sehr wahrscheinlich die Eigentümerin des Grats. Das Grundbuch wurde für diesen Bericht nicht eingesehen, das ist also eine Ableitung aus Presse und Kataster, und als solche gekennzeichnet.91

Wen du fragst. Die Administration communale de Gingins, Route de Trélex 4, 1276 Gingins, greffe@gingins.ch, +41 22 369 92 22. Sag, wo (der Grat nördlich des Radars, auf der Seite von Chéserex), welche Nacht, wie viele ihr seid, und dass ihr beim ersten Licht wieder weg seid. Im Sommer wird die Alp beim Chalet de la Dôle bestossen, und die Regeln von Gingins und La Rippe nennen den «fermier», den Pächter, unter denen, die Ja sagen können: Wenn die Hirten oben sind, frag auch sie. Niemand publiziert eine Gebühr für eine Nacht auf diesem Grat, und auch mündlich ist keine bekannt. An der Südflanke ist der Boden von La Rippe: die Alp La Vuillette, die ein Antrag der Gemeinde La Rippe von 2021 als Eigentum des Parc chevalin de Signy nennt, der die Alpen von La Rippe bewirtschaftet. Dafür wendest du dich an die Gemeinde La Rippe, greffe@larippe.ch, 022 367 15 00.

Wo du zeltest. Rund 250 m nordnordöstlich der Kugel, wo der Grat flach wird: WGS84 46.427304 / 6.101282, LV95 2'497'204 / 1'142'651, 1'660 m, etwa 1 Grad Neigung, 16 m neben dem Gratweg. Der Platz liegt in Chéserex, 43 m östlich der Grenze zu Gingins und 186 m von der nächsten Anlage. Weitere zeltgrosse Flecken liegen auf demselben Stück Grat, alle 15 bis 25 m vom Weg.1

Wo nicht. Nicht innerhalb des Radarzauns und nicht direkt daran. Nicht auf dem Weg oder gleich daneben: In Gingins und La Rippe ist das schlicht verboten, und bei Sonnenaufgang gehen dort alle durch. Nicht bei der Sesselbahnstation und nicht auf der Wiese von Gingins gleich westlich des Gipfels, der Naturzone des Plans. Nicht in den Wäldern, den Ruhezonen des Auerhuhns, wo das Waldreservat Les Léseneys 294 m vom Gipfelpunkt beginnt. Und nicht an der Südflanke ohne das Ja von La Rippe.381

Eine Nacht, kein Feuer. Spät kommen, beim ersten Licht gehen; mehr als vier Tage bräuchten in allen drei Gemeinden eine Bewilligung. Chéserex verbietet offenes Feuer an allen öffentlich zugänglichen Orten, Gingins und La Rippe verbieten jedes Feuer in trockener Umgebung, bei Trockenheit und bei starkem Wind, und auf einer Trockenweide im Sommer lässt sich das kaum ausschliessen. Das kantonale Totalverbot für Feuer im Freien vom 28. Juli 2026 wurde am 26. August 2026 aufgehoben; prüf den aktuellen Stand vor der Tour, und koch auf dem Kocher.23410

Winter. Der Nutzungsplan des Massivs erlaubt Pistenpräparation und Liftbetrieb vom 15. November bis Ostermontag. Stell das Zelt nie auf eine Piste, wo die Pistenfahrzeuge fahren, und lass die Schneeschuhe aus den Wäldern von Les Léseneys und Couvaloup.8

Zustieg von La Givrine oder Gingins, und Sonnenaufgang ohne Zelt

Von Norden kommt zuerst Saint-Cergue. Wer von La Givrine oder Saint-Cergue hinaufsteigt, geht den ganzen Zustieg durch die Gemeinde Saint-Cergue, deren Polizeireglement das Campieren auf dem ganzen Gemeindegebiet ausserhalb der von der Gemeinde bewilligten Orte verbietet (Art. 23); der Bericht zu La Givrine behandelt das. Saint-Cergue endet rund 1,95 km nordnordöstlich des Gipfels, unterwegs gibt es also keine legale Nacht, bevor du die Gemeinden der Dôle erreichst. Auch das Refuge de la Barillette, das die Stadt Nyon tageweise vermietet, ist kein Ausweg: «Le refuge ne comprend pas de dortoir et le camping n'est pas autorisé.»101

Von Gingins, im Sommer auf der Strasse. Die Strasse von Gingins hinauf zur Barillette bringt dich bis rund 240 m unter den Gipfel, in die Nähe des Chalet des Apprentis und des Refuge de Combe Gelée, und von November bis April ist sie gesperrt.10

Sonnenaufgang ohne Zelt. Sagt Gingins Nein oder antwortet nicht rechtzeitig, klappt der Sonnenaufgang trotzdem: Schlaf in Combe Gelée, als Gruppe im Chalet des Apprentis oder in Saint-Cergue, und steig im Dunkeln mit der Stirnlampe hinauf. Das Gesamtbild für den Rest der Schweiz steht in Wildcampen in der Schweiz.

  • Der Grat nördlich der Kugel, mit dem Ja des Eigentümers. 46.427304 / 6.101282, 1'660 m, in Chéserex, 16 m neben dem Weg. Frag zuerst die Gemeinde Gingins: greffe@gingins.ch, +41 22 369 92 22.91
  • Refuge de Combe Gelée. Die Gemeindehütte von Chéserex auf 1'515 m unter dem Sender der Barillette, 30 Schlafplätze, offen vom 1. Mai bis 31. Oktober: unter der Woche 10 Franken pro Person und Tag, mindestens 100 Franken, ein ganzes Wochenende 600 Franken, für Einwohner von Chéserex und Gingins 300. Einwohner der Region haben Vorrang, und das Gesuchsformular geht mindestens 30 Tage im Voraus an die Gemeindeschreiberei: greffe@cheserex.ch, 022 369 90 40.10
  • Chalet des Apprentis. 1'500 m, für organisierte Gruppen bis 30 Personen, ganzjährig, 20 Franken pro Person und Nacht, mindestens 150 Franken pro Nacht, im Sommer 15 Minuten zu Fuss von der Strasse zur Barillette. ACASE, +41 22 344 19 82, secretariat@acase.ch.10
  • Camping des Cheseaux, Saint-Cergue. 1'041 m, ganzjährig offen, Zelte willkommen: ein kleines Zelt 10.50 Franken pro Tag plus 9 Franken pro erwachsene Person in der Hochsaison, +41 22 360 18 98.10
  • Verlass dich nicht auf das Chalet de la Dôle. Das Alpgebäude 600 m östlich des Gipfels hatte lange eine Buvette im Sommer; ob es 2026 bewirtet oder Leute übernachten lässt, ist nicht bestätigt.9

Allgemeine Regeln fürs Wildcampen

Das gilt überall, wo du draussen schläfst, und auf der Dôle ist der Boden eine geschützte Trockenweide und jemandes Sommerweide. Es ist kein Gesetzestext, es ist Anstand und gesunder Menschenverstand, und es sorgt dafür, dass auch die nächste Person, die fragt, noch ein Ja bekommt.

  • Kein Feuer. Offenes Feuer hat in den Bergen nichts verloren. Ein Gaskocher reicht.
  • Spät aufstellen, früh abbauen. Erst gegen Abend aufbauen, früh wieder weg. Ein Biwak ist eine Nacht, kein Basislager.
  • Keinen Abfall zurücklassen. Alles, was du hochträgst, trägst du wieder runter, auch Bioabfall und WC-Papier.
  • Mindestens 50 Meter Abstand zu jedem Gewässer fürs grosse Geschäft, damit du nicht verschmutzt, was Mensch und Vieh trinken.
  • Klein und leise bleiben. Kleine Gruppe, kein Lautsprecher, keine Drohne, Hunde an der Leine, und das Wort des Alppersonals gilt.

Disclaimer

Dieser Artikel gibt meine Recherche und Einschätzung nach bestem Wissen wieder, Stand September 2026. Er stützt sich auf die unten verlinkten öffentlich zugänglichen und amtlichen Quellen. Er ersetzt keine Rechtsberatung und ist keine verbindliche Auskunft über die geltende Rechtslage.

Das Urteil gilt für den Gipfel der Dôle über Nyon und den offenen Grat nordnordöstlich davon, für eine einzelne Nacht. Es beruht auf den Polizeireglementen von Chéserex, Gingins und La Rippe, auf dem kantonalen Übertretungsgesetz und auf den oben genannten Schutzebenen von Bund und Kanton. Die Eigentümerin des Grats ist aus Presse und Kataster abgeleitet; das Grundbuch wurde nicht eingesehen. Ob auf einer der Gipfelparzellen ein gerichtliches Verbot oder eine Tafel besteht, liess sich nicht feststellen, und eine Tafel vor Ort geht diesem Text vor. Ob die Alp beim Chalet de la Dôle 2026 bestossen und bewartet ist, ist nicht bestätigt. Prüfe vor jeder Tour die aktuellen Quellen selbst und befolge Anweisungen vor Ort. Ein echtes Notbiwak in einer Notlage ist eine andere Frage als ein geplantes Lager. Wer draussen übernachtet, trägt die Verantwortung für sein Verhalten und die Folgen selbst. Hikebeast, Leon Helg und die Saftladen GmbH übernehmen keine Haftung für Entscheidungen auf Grundlage dieses Textes und rufen niemanden dazu auf, geltendes Recht zu brechen.

Häufige Fragen

Ist Wildcampen auf der Dôle erlaubt?
Es kommt darauf an. Der Gipfelpunkt der Dôle über Nyon, 1'677 Meter, ist das eingezäunte Radargelände von Skyguide und MeteoSchweiz, dort schläft niemand. Der offene Grat 250 Meter nordnordöstlich liegt in Chéserex, dessen Polizeireglement (Art. 18) Campieren und Schlafen nur auf öffentlichem Grund verbietet, und davon gibt es dort oben keinen; eine einzelne Nacht auf Privatgrund braucht keine Bewilligung der Gemeinde, aber das Einverständnis des Eigentümers, sehr wahrscheinlich der Gemeinde Gingins. In den Nachbargemeinden Gingins (Art. 72) und La Rippe (Art. 66) ist eine Nacht auf Privatgrund nur mit Zustimmung von Eigentümer oder Pächter erlaubt, und Campieren auf oder neben jedem öffentlich begehbaren Weg ist verboten.
Wen frage ich, und wo genau stelle ich das Zelt auf?
Frag die Administration communale de Gingins, greffe@gingins.ch, +41 22 369 92 22, der die Gratparzelle mit dem Chalet de la Dôle sehr wahrscheinlich gehört; im Sommer kann auch zustimmen, wer diese Alp führt. Dann zeltest du auf WGS84 46.427304 / 6.101282 (LV95 2'497'204 / 1'142'651), 1'660 Meter, rund 250 Meter nordnordöstlich der Kugel und 16 Meter neben dem Gratweg, in Chéserex. Nicht im oder am Radarzaun, nicht auf oder neben dem Weg, nicht in den Wäldern, kein Feuer, und im Morgengrauen wieder weg. Eine Gebühr ist nicht publiziert.
Wie hoch ist die Busse?
Höchstens 500 Franken, im Wiederholungsfall 1'000 Franken, nach Art. 25 des Waadtländer Übertretungsgesetzes (LContr, RSV 312.11): Die Polizeireglemente von Chéserex, Gingins und La Rippe verweisen alle darauf, und keines führt Campieren unter seinen Ordnungsbussen. Der publizierte Tarif von Chéserex für Strafverfügungen der Gemeinde liegt beim ersten Mal bei 70 Franken plus 30 Franken Kosten. Die kantonalen 150 Franken für Campieren in einem kantonalen Schutzsektor gelten nicht, weil der nächste solche Sektor, Roche Verte, 1,9 Kilometer entfernt liegt, und die eidgenössischen 150 Franken ebenso wenig: Im Umkreis von 6 Kilometern gibt es kein eidgenössisches Jagdbanngebiet.
Warum lautet die Einschätzung «Kommt darauf an» und nicht «Legal»?
Weil der Ort, den alle meinen, der Gipfelpunkt, ein Radargelände hinter einem Zaun ist, und weil die legale Nacht daneben über das Ja von jemandem führt. In Chéserex verbietet keine kommunale Norm eine einzelne Nacht auf Privatgrund, und keine Regel von Kanton oder Bund reicht bis zum Grat. Aber der Grat ist private Weide, und das Zivilgesetzbuch (Art. 699 ZGB) öffnet Weiden den Wanderern, nicht dem Übernachten; Gingins und La Rippe, 1,3 und 53 Meter vom Gipfelpunkt entfernt, schreiben diese Zustimmung in ihre Polizeireglemente und verbieten Campieren neben Wegen. Eine Nacht, die ein persönliches Ja braucht, stuft diese Reihe als «Kommt darauf an» ein.
Wo schlafe ich, wenn niemand Ja sagt?
Im Refuge de Combe Gelée der Gemeinde Chéserex, 1'515 Meter, 30 Plätze, offen vom 1. Mai bis 31. Oktober, unter der Woche 10 Franken pro Person und Tag, mindestens 100 Franken, mindestens 30 Tage im Voraus zu buchen (greffe@cheserex.ch, 022 369 90 40); im Chalet des Apprentis, wenn ihr eine organisierte Gruppe seid (ACASE, +41 22 344 19 82); oder auf dem Camping des Cheseaux in Saint-Cergue (+41 22 360 18 98), und dann zum Sonnenaufgang hinauf. Nicht am Zustieg von La Givrine: Das Polizeireglement von Saint-Cergue (Art. 23) verbietet Campieren auf dem ganzen Gemeindegebiet.
Leon Helg

Leon Helg

Schweizer Filmemacher und Softwareentwickler. Verbringt seine freie Zeit in den Schweizer Alpen und kartiert seine Lieblingsspots für Hikebeast. Postet als @leon.helg auf Instagram und TikTok.

Quellen

  1. Amtliche Geodaten des Bundes und ÖREB-Kataster des Kantons Waadt, abgerufen am 23. September 2026. Gipfel der Dôle (VD): LV95 2'497'073.6 / 1'142'441.1, WGS84 46.425396 / 6.099632, swissALTI3D 1'677,1 m, Gemeinde Chéserex, Parzelle 416 (61 m², EGRID CH174594008368); das Ortsnamenverzeichnis führt auch ein Quartier «La Dôle (GE)» in der Stadt Genf, ein anderer Ort. Gemeindegrenzen (swissBOUNDARIES3D, laufendes Jahr): Gingins ab 1,3 m westlich und 2,9 m nördlich, La Rippe ab 53 m südlich; Saint-Cergue beginnt rund 1,95 km nordnordöstlich, die Grenze zu Frankreich rund 1,8 km südsüdwestlich. Um den Gipfelpunkt: Gebäude 487a (431 m², 1948) 23 m südlich und Gebäude 490, die Kugel (268 m², 1950), 36 m nordöstlich, im eidgenössischen Gebäuderegister; Ortsname «Radar météorologique de la Dôle»; Hütten in 61 und 66 m; Bergstation der Sesselbahn Dappes-Dôle 66 m nordnordwestlich (Gingins, Baurechtsparzelle 741); oberes Ende der Werkseilbahn vom Chalet de la Dôle 63 m östlich; Aussichtspunkt 36 m; Gratweg 6 m. Chalet de la Dôle auf 1'439 m, 600 m östlich. Gelände (swissALTI3D): Grat 20 bis 40 m breit, von Nordnordost nach Südsüdwest, Kalkwand an der Ost- und Südostflanke; nächster Wald in den kantonalen Nutzungsdaten 272 m vom Gipfelpunkt und 486 m vom empfohlenen Platz. Empfohlener Platz: LV95 2'497'204 / 1'142'651, WGS84 46.427304 / 6.101282, 1'659,6 m, Neigung etwa 1 Grad, 247 m nordnordöstlich des Gipfelpunkts, 16 m vom Gratweg, 43 m östlich der Grenze zu Gingins, 186 m vom nächsten Anlagengebäude, auf der Parzelle 401 von Chéserex (93,5 ha, EGRID CH969483450056). Keine Parzelle öffentlichen Grunds im Umkreis von 500 m um den Gipfel. Ebenen des Bundes am Gipfelpunkt und am Platz: Parc Jura vaudois (regionaler Naturpark, Objekt 24), BLN 1007 «La Dôle», Trockenwiesenobjekt 6308 «La Dôle»; kein eidgenössisches Jagdbanngebiet (das nächste, Le Noirmont, 6,0 km), keine Wildruhezone im Umkreis von 8 km, kein Moor, keine Aue, kein Amphibiengebiet, kein Ramsar- oder Smaragdgebiet, kein Waldreservat und kein Militärgebiet; das Waldreservat Les Léseneys beginnt 294 m vom Gipfelpunkt. map.geo.admin.ch, ÖREB-Auszug, Parzelle 416, ÖREB-Auszug, Parzelle 401.
  2. Gemeinde Chéserex, Règlement de police, von der Municipalité am 16. Februar 2009 und vom Conseil communal am 19. März 2009 verabschiedet, vom Vorsteher des kantonalen Departements am 2. Juni 2009 genehmigt, als Scan publiziert. Art. 18 «Camping et caravaning»: «Il est interdit de camper ou de dormir sur le domaine public. a) Le camping occasionnel de plus de 4 jours sur le domaine privé est soumis à autorisation municipale.» (Bst. b bis d betreffen Wohnwagen). Art. 67: «Le domaine public est destiné au commun usage de tous. Il en est ainsi en particulier des voies, des parcs et promenades publics.» Art. 55: «Il est interdit de faire du feu ouvert sur la voie publique, dans tous les lieux accessibles au public ou aux abords de ceux-ci, à moins de 10 mètres des bâtiments, des dépôts de foin, de paille, de bois ou autres matières combustibles ou facilement inflammables.» Art. 8: Verstösse «sont réprimées conformément à la législation cantonale sur les sentences municipales». Tarif des sentences municipales, in Kraft seit 1. August 2020: beim ersten Mal 70 Franken Busse plus 30 Franken Verfahrenskosten, total 100 Franken; im Wiederholungsfall 140 plus 30 Franken, total 170 Franken. Zonenreglement (RCAT von 1982 mit Revisionen), Art. 3.14: «La zone jurassienne (ZJU) recouvre les parties boisées et les pâturages du Jura. Elle est destinée à l'exploitation forestière et pastorale, à la détente et aux loisirs de plein air.» Administration communale, Rue du Vieux Collège 38, 1275 Chéserex, 022 369 90 40, greffe@cheserex.ch. Règlement de police (PDF), Tarif des sentences municipales (PDF), RCAT (PDF), cheserex.ch, Reglemente.
  3. Gemeinde Gingins, Règlement général de police, von der Municipalité am 8. November 2021 und vom Conseil communal am 7. April 2022 verabschiedet, von der Vorsteherin des kantonalen Departements genehmigt und in Kraft seit 2. Mai 2022; es hebt das Reglement vom 2. Juni 2008 auf. Art. 72 «Camping et caravaning», Abs. 1: «Il est interdit de camper sur la voie publique ou ses abords.» Abs. 2: «Sur le domaine privé, le camping occasionnel n'est permis qu'avec l'accord du propriétaire, du locataire, du fermier ou du possesseur à un autre titre de l'immeuble. L'autorisation de la municipalité ou de l'autorité délégataire est obligatoire pour toute durée excédant quatre jours. L'autorisation peut être refusée notamment lorsque le campeur ne peut bénéficier d'installations sanitaires à proximité.» Abs. 3 erlaubt der Municipalité ein Campingreglement; die Gemeinde publiziert keines. Art. 3 Bst. i: «Voie publique : toute voie ouverte à la circulation publique, soit dès qu'elle est mise à la disposition d'un cercle indéterminé de personnes même si son usage est limité par sa nature, par son mode ou par le but de son utilisation ou à une catégorie d'usagers, par exemple des cyclistes, et indépendamment du fait qu'elle se trouve sur le domaine public ou le domaine privé.» Art. 11 Abs. 1: «Toute infraction aux dispositions du présent règlement est passible d'une amende dans les limites fixées par la loi sur les contraventions.» Art. 12, die Liste der Ordnungsbussen nach dem kantonalen Gesetz über die kommunalen Ordnungsbussen, hat keinen Campiereintrag. Art. 91 Abs. 1: «Tout feu est interdit : a. dans les environnements secs ; b. pendant les périodes de sécheresse ; c. en cas de vent violent.» gingins.ch, Polizeireglement (Scan), Textfassung.
  4. Gemeinde La Rippe, Règlement général de police, Schlussfassung vom 26. August 2019, vom Conseil communal am 3. Dezember 2019 verabschiedet und von der Vorsteherin des kantonalen Departements am 10. Januar 2020 genehmigt; es hebt das Reglement vom 2. Oktober 2007 auf. Art. 66 «Camping et caravaning», Abs. 1: «Il est interdit de camper sur la voie publique ou ses abords.» Abs. 2: «Sur le domaine privé, le camping occasionnel n'est permis qu'avec l'accord du propriétaire, du locataire, du fermier ou du possesseur à un autre titre de l'immeuble. L'autorisation de la municipalité est obligatoire pour toute durée excédant quatre jours.» Art. 3 Bst. j definiert die «voie publique» mit denselben Worten wie Gingins, «indépendamment du fait qu'elle se trouve sur le domaine public ou le domaine privé». Art. 11: Bussen im Rahmen des Übertretungsgesetzes; Art. 11bis, die Liste der Ordnungsbussen, hat keinen Campiereintrag. Art. 84 Abs. 1: «Tout feu est interdit : a. dans les environnements secs ; b. pendant les périodes de sécheresse ; ou c. en cas de vent violent.» Administration communale, Rue des 4 Fontaines 2, 1278 La Rippe, 022 367 15 00, greffe@larippe.ch. larippe.ch, Polizeireglement, Gemeindereglemente.
  5. Waadtländer Übertretungsgesetz (Loi sur les contraventions, LContr, RSV 312.11) vom 19. Mai 2009, geltende Fassung in Kraft seit 2. Januar 2011. Art. 25 «Montant de l'amende», Abs. 1: «Les contraventions réprimées par l'autorité municipale sont passibles d'une amende de 500 francs au plus, contre chaque contrevenant, sous réserve des cas où la loi prévoit un montant inférieur.» Abs. 2: «L'amende peut être portée à 1000 francs en cas de récidive ou de contravention continue.» Art. 1 unterstellt die kommunalen Polizeireglemente dem Gesetz. Das ist der Rahmen für einen Verstoss gegen jedes der drei Gemeindereglemente der Quellen 2 bis 4; keines führt Campieren unter seinen Ordnungsbussen, ein Verstoss läuft also als gewöhnliche Strafverfügung der Gemeinde, nicht als Busse vor Ort. lexfind.ch.
  6. Natur- und Campingrecht des Kantons Waadt. Loi sur la protection du patrimoine naturel et paysager (LPrPNP, RSV 450.11), in Kraft seit 1. Januar 2023: keine Bestimmung zu Campieren, Zelten oder Biwak; Übertretungen folgen dem LContr, Ordnungsbussen stehen in der Verordnung. Règlement d'application (RLPrPNP, RSV 450.11.1) vom 29. Mai 2024, in Kraft seit 1. Juli 2024, Anhang 8 Nr. 4: «Violer l'interdiction de camper, bivouaquer ou faire du feu à l'extérieur des endroits aménagés ou désignés à cet effet dans un secteur cantonal de protection», 150 Franken. Das gilt nur, wo ein Schutzbeschluss oder ein kantonaler Nutzungsplan (PAC) ein solches Verbot enthält; das nächste geschützte Gebiet und öffentliche Naturschutzgebiet, Roche Verte in Saint-Cergue (Beschluss vom 31. März 1971), liegt 1,90 km vom Gipfel, und kein kantonaler Nutzungsplan erfasst die Gipfelparzellen. Loi sur les campings et caravanings résidentiels (LCCR, RSV 935.61): Ein Campingplatz ist «l'emplacement aménagé en vue de recevoir régulièrement des installations mobiles», ein Anlagengesetz. Waldgesetz (LVLFo, RSV 921.01): keine Campierbestimmung. Der Gipfel liegt im kantonalen Inventar der Naturdenkmäler und Stätten (IMNS Nr. 15, «Massif de la Dôle, Combe du Faoug, La Barillette»), dessen Wirkungen Bauvorhaben der Eigentümer betreffen. LPrPNP, RLPrPNP, LCCR.
  7. Bundesinventare und Park. BLN-Objekt 1007 «La Dôle», 744 ha, Gemeinden Chéserex, Gingins, La Rippe und Saint-Cergue, Objektblatt der Revision 2017: «La Dôle culmine à 1677 m et constitue le deuxième plus haut sommet du Jura suisse»; «sommet dégarni, particulièrement marquant et visible depuis La Côte et les bords du Léman»; «La sphère érigée sur le sommet de La Dôle, devenue emblématique, marque profondément le paysage. Elle contient un radar pour l'aviation et une station météorologique depuis le milieu des années 1960.»; das Auerhuhn (Grand Tétras) ist «l'espèce la plus emblématique de la région»; Schutzziel 3.10: «Conserver la tranquillité du versant sud du massif et des forêts.» Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung, Objekt 6308 «La Dôle», Gemeinden Chéserex, Gingins und La Rippe, 85,48 ha, aufgenommen 2010, revidiert 2017; der Gipfelpunkt liegt im Teilobjekt VD3140138, der empfohlene Platz in VD3140141. Trockenwiesenverordnung (TwwV, SR 451.37), Art. 6 Abs. 1 in der französischen Fassung: «Les objets doivent être conservés intacts.» Art. 8 Abs. 3 Bst. c: Die Kantone sorgen dafür, dass Nutzungen, «notamment par l'agriculture, la sylviculture et le tourisme ainsi que l'utilisation à des fins de détente», mit den Schutzzielen übereinstimmen. Beide Inventare binden Behörden; keines schafft eine Verhaltensregel für Besucher. Parc Jura vaudois, regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung (Objekt 24): ein Label, und seine Charta 2023 bis 2032 enthält keine Campierklausel. BLN 1007 (PDF), Trockenwiese 6308 (PDF), fedlex.admin.ch (TwwV), Parkcharta 2023 bis 2032.
  8. Plan partiel d'affectation du massif de la Dôle (Teilnutzungsplan), Gemeinden Gingins, Saint-Cergue, La Rippe und Chéserex, erstellt im November 2005, in Kraft seit 18. Dezember 2006; laut ÖREB-Kataster regelt er die Parzellen von Gingins am Gipfel (361, 363 und die Liftparzelle 741), und sein Perimeter folgt der Grenze von Gingins über den Gipfel. Art. 10 Bst. b, Schutzzone Stufe II, «espaces multifonctionnels», für «La zone sommitale de la Dôle»: «Cette zone doit rester soumise à une pâture modérée pour conserver ses caractéristiques floristiques. Elle ne doit pas être modifiée par un piétinement concentré (cheminements le long de la crête et place de pique-nique), ni par une augmentation de la couverture forestière.» Und: «Tout projet ou activité qui pourrait porter atteinte au site est soumis à l'accord préalable de la Conservation de la nature.» Art. 10 Bst. a, Stufe I, «espaces de tranquillité absolue pour la faune», die Wälder von Les Léseneys und Couvaloup: «Les ‹activités de loisirs hors pistes› sont interdites à l'exception des déplacements à pied et dans la mesure où ils respectent les objectifs de protection. La pratique des raquettes à neige est interdite.» Art. 12: Pistenpräparation mit Maschinen «du 15 novembre au Lundi de Pâques au plus tard». Art. 13: Liftbetrieb «limitée à la période hivernale, soit du 15 novembre au Lundi de Pâques». Der Plan erwähnt Campieren oder Biwakieren nirgends. Reglement des Plans (PDF), Plan (PDF).
  9. Eigentum und Zustimmung. La Côte, «La Dôle privée de buvette», 8. September 2015: «Sur le territoire de Chéserex, mais propriété de Gingins, le chalet de la Dôle dispose d'une buvette depuis 2006», mit einem Hirtenpaar für die Saison auf der Alp; genannt werden die Gemeinden Chéserex und Gingins und die Alpgenossenschaft, zitiert die Gemeindepräsidentin von Gingins. Das Chalet de la Dôle (eidgenössisches Gebäuderegister, landwirtschaftlich, 574 m²) steht ohne eigenes Baurecht auf der Parzelle 401 von Chéserex, der Parzelle mit dem empfohlenen Platz. Gingins, préavis Nr. 12/2021 zur Schuld der TéléDôle: Die Gemeinde räumte der Liftgesellschaft «deux contrats de droit de superficie» ein, bis 2036. La Rippe, préavis Nr. 6/2021 vom 30. August 2021 zur Wasserversorgung der Gemeindealpen: Die Alpen, «exploités par le Parc chevalin de Signy», umfassen La Vuillette, und «Seul l'alpage de La Vuillette est une propriété du Parc chevalin»; die Karte zeigt La Vuillette bis zum Gipfel. Das Grundbuch wurde nicht eingesehen: Das Eigentum im Text ist eine Ableitung aus diesen Dokumenten. Kontakt: Administration communale de Gingins, Route de Trélex 4, 1276 Gingins, greffe@gingins.ch, +41 22 369 92 22. Zivilgesetzbuch (ZGB, SR 210), Art. 699 Abs. 1: Betreten von Wald und Weide im ortsüblichen Umfang, ein Zutrittsrecht, kein Recht zu übernachten. Strafgesetzbuch (StGB, SR 311.0), Art. 186: Hausfriedensbruch, auch auf einem umfriedeten Platz, der zu einem Haus gehört. lacote.ch, Gingins, préavis 12/2021, La Rippe, préavis 6/2021, Gingins, Sekretariat, fedlex.admin.ch (ZGB).
  10. Zustieg, Feuer und Betten, geprüft am 23. September 2026. Gemeinde Saint-Cergue, Règlement communal de police, Art. 23: «Il est interdit de camper sur le territoire de la Commune, en dehors des endroits autorisés par la municipalité. La municipalité est compétente pour donner les autorisations exceptionnelles.» Kanton Waadt, Amtsblatt (FAO): Totalverbot für Feuer im Freien, verfügt am 28. Juli 2026, vom Staatsrat am 26. August 2026 aufgehoben. Refuge de Combe Gelée (Gemeinde Chéserex): Route de la Dôle unter dem Sender der Barillette, 1'515 m, 30 Schlafplätze, 1. Mai bis 31. Oktober, unter der Woche 10 Franken pro Person und Tag (mindestens 100 Franken pro Tag), ganzes Wochenende 600 Franken (300 Franken für Einwohner von Chéserex und Gingins), «réservé prioritairement aux habitants de la région», Gesuchsformular mindestens 30 Tage im Voraus an die Gemeindeschreiberei, greffe@cheserex.ch, 022 369 90 40; die Route de la Dôle ist im Winter vom 1. November bis 30. April gesperrt. Chalet des Apprentis (ACASE): 1'500 m, ganzjährig für organisierte Gruppen bis 30 Personen, «20.- par nuitée, au minimum 150.- par nuit», 15 Minuten zu Fuss von der Strasse zur Barillette, die im Winter gesperrt ist; +41 22 344 19 82, secretariat@acase.ch. Camping des Cheseaux (Camping Club Vaudois): Route du Télésiège 12, 1264 Saint-Cergue, 1'041 m, ganzjährig offen, kleines Zelt 10.50 Franken pro Tag plus 9.00 Franken pro erwachsene Person in der Hochsaison, +41 22 360 18 98. Refuge de la Barillette (Stadt Nyon): Tagesmiete, «Le refuge ne comprend pas de dortoir et le camping n'est pas autorisé.» Kolorit, keine Grundlage für das Urteil: der Fotoblog «Instants choisis de lumières», Beitrag «Fondue et bivouac», eine Nacht «à la belle étoile» auf dem Gipfel der Dôle am 21. September 2026. Saint-Cergue, Polizeireglement (PDF), faovd.ch, Combe Gelée, Chalet des Apprentis, Camping des Cheseaux, Refuge de la Barillette, «Fondue et bivouac».