Wildcampen auf dem Bietstöck
Der Bietstöck über Wolfenschiessen ist eine Felskrete ohne ebenen Boden, und sein Gipfel liegt in einem Pflanzenschutzgebiet, dessen Verordnung kein Zelt erwähnt. Gemeinde und Kanton kennen kein Campingverbot. Der nächste ebene Boden ausserhalb des Gebiets ist eine weglose Terrasse 180 m tiefer.
Was heisst das?
Illegal Eine konkrete Regel verbietet es, meist mit Busse, und sie wird durchgesetzt. Schlaf woanders.
Nicht erlaubt Hier gibt es keinen echten Platz zum Zelten. Ein abgesperrtes Gelände, ein bebautes Gebiet oder nirgends sinnvoll zum Hinlegen, auch wenn keine Busse droht.
Kommt drauf an Du darfst hier schlafen, aber zuerst gilt eine Bedingung: den Grundeigentümer fragen, einen Platz buchen, in einer festen Zone bleiben oder statt Zelt nur biwakieren. Der Bericht sagt, welche.
Toleriert Keine Regel erlaubt oder verbietet es klar, aber eine einzelne Nacht wird in der Praxis akzeptiert und niemand schreitet ein. Üblich für hohe Biwaks über der Baumgrenze.
Legal Eine Nacht ist hier in Ordnung. Entweder erlaubt es eine Regel, oder wir haben alle Gesetze geprüft und nichts dagegen gefunden. Trotzdem: spät aufbauen, früh weg, keine Spuren.
Wildcampen auf dem Bietstöck: eine Felskrete über der Bannalp
Welcher Bietstöck. Die Schweiz kennt drei ähnliche Namen: den Bietstöck auf 2'183 m in Wolfenschiessen, Nidwalden, den Bietstock über Muotathal und das Bietstöckli über Morschach, beide im Kanton Schwyz. Dieser Artikel handelt vom Nidwaldner Gipfel, einer Krete mit vier Erhebungen über der Alp Bannalp. Der Gipfelpunkt von swisstopo ist die dritte Erhebung von Osten; die höchste, Punkt 2'213, steht 244 m weiter östlich.6
Kein markierter Weg führt hinauf. Der nächste markierte Wanderweg verläuft 380 m vom Gipfelpunkt entfernt. Nach den Beschreibungen von Kletterern ist der Ostgrat eine Kraxelei und der Westgrat eine Kletterei über vier Seillängen, Grad 5a bis 5b.69
Auf dem Gipfel gibt es keinen ebenen Boden
Der Gipfelpunkt ist nackter Fels am Rand eines Felsbandes. Das Höhenmodell zeigt, dass die Hälfte des Bodens im Umkreis von 30 m steiler ist als 57 Grad, und das Luftbild zeigt den Felsrand mit einer beschatteten Nordwand darunter. Auf der höchsten Erhebung, Punkt 2'213, ist die Hälfte des Bodens im Umkreis von 30 m steiler als 44 Grad, und sie liegt im selben Schutzgebiet.6
Der nächste ebene Boden liegt 180 m tiefer. Unter der Nordwand zieht sich auf rund 2'000 m eine Terrasse hin, deren Lokalname bei swisstopo Wildalpeli lautet. Vom Gipfel führt keine begehbare Linie hinunter, denn die Wand dazwischen ist Fels. Man erreicht sie über steiles, wegloses Gelände: vom markierten Weg südwestlich der Krete rund einen Kilometer mit 150 bis 220 m Aufstieg, von der Sinsgäu-Seite zwei bis drei Kilometer mit etwa 500 m Aufstieg. Rechne ab dem Weg mit 30 bis 45 Minuten und behandle es als Gelände für Erfahrene.6
Die Terrasse liegt am Fuss der Nordwand: Die Wand steigt südlich davon steil an, und der Boden fällt nördlich davon steil ab. Bleib auf der Bank und halte Abstand zu beidem. Die Terrasse liegt weit über der Waldgrenze, und der nächste verzeichnete Bach ist über 400 m entfernt, nimm also dein Wasser mit.6
Keine Regel nennt ein Zelt, aber der Gipfel liegt in einem Pflanzenschutzgebiet
Wolfenschiessen und Nidwalden kennen kein Campingverbot. In den veröffentlichten Reglementen der Gemeinde steht keine Campier- oder Polizeiregel, und ihr Zonenreglement weist den Gipfel der Restzone "Übriges Gemeindegebiet" zu, ohne Schutzzone. Der Kanton hat kein generelles Campingverbot und keine Ordnungsbusse fürs Campieren. Seine Biotopschutzverordnung verbietet Zelte nur in aufgelisteten Mooren und Trockenwiesen, und keines davon liegt am Gipfel oder auf der Terrasse.12
Eine kantonale Verordnung erfasst den Gipfel. Der Gipfel liegt im Pflanzenschutzgebiet Nr. 4, das die Karte des Kantons "Gipfelpartien des Kaiserstuhls und der Bietstöcke (Bannalp)" nennt und die Verordnung als "Gipfelpartien des Kaiserstuhls und der Walenstöcke" aufführt. Das Gebiet umfasst 575 ha, und der Gipfel liegt 44 m innerhalb seines Nordrands. Die Verordnung über den Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen, NG 331.13, seit 1. Januar 2026 in Kraft, sagt in § 5 Absatz 1:24
"In den Pflanzenschutzgebieten ist jedes Pflücken, Ausgraben, Ausreissen, Beschädigen und Überdecken von einheimischen wildwachsenden Pflanzen und Pilzen verboten."Verordnung über den Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen, NG 331.13, § 5 Abs. 1.
Der Wortlaut erwähnt kein Zelt. Seine Verben zielen auf Pflanzen. Die Verordnung nennt nirgends Camping, Zelt oder Biwak, obwohl der Kanton "Zelten und Campieren" in seine Biotopschutzverordnung schreibt, wo er es meint. "Überdecken" liesse sich auf ein Zelt im Gras beziehen, und eine Entscheidung, Weisung oder Pressemeldung, die es auf einen Camper anwendet, ist nicht veröffentlicht. Verstösse gegen eine kantonale Schutzverordnung werden mit Busse bestraft (NSchG Art. 46); die Verordnung legt keinen Tarif fest. Ein weiterer Absatz fügt eine Lebensraumpflicht hinzu: In den Gebieten Nr. 4 und 7 ist alles zu unterlassen, was den Lebensraum der Nidwaldner Haarschnecke beeinträchtigt (§ 7).2
Smaragd-Gebiet und Jagdbanngebiet: was sie ändern
Das Smaragd-Gebiet ist keine Campierregel. Der Gipfel liegt auch im Smaragd-Gebiet Walenstöcke - Brisen. Dieses Netzwerk stammt aus der Berner Konvention und verpflichtet den Staat, nicht den Camper; Nidwalden setzt es teilweise über die Pflanzenschutzgebiete Nr. 4 und 7 um.52
Das eidgenössische Jagdbanngebiet liegt 360 m entfernt. Das Banngebiet Bannalp-Walenstöcke (Nr. 42) beginnt rund 360 m südsüdöstlich des Gipfelpunkts und rund 450 m von der Terrasse. Darin ist das freie Zelten und Campieren verboten (VEJ Art. 5 Abs. 1 lit. e), Ordnungsbusse CHF 150; ausserhalb gilt dieses Verbot nicht. Keine eidgenössische Wildruhezone liegt innerhalb von 1,8 km, und die nächste, Brisen, gilt nur vom 15. Dezember bis 30. April.45
Die Karte des Kantons nennt das Pflanzenschutzgebiet nach den Bietstöcken und dem Kaiserstuhl. Der Chaiserstuel, 1,3 km östlich, hat einen eigenen Report, weil sein Gipfelpunkt jenseits der Kantonsgrenze in Uri liegt: Wildcampen am Chaiserstuel. Wie du diese Ebenen selbst liest: Schutzgebiete erklärt.4
Was das Merkblatt des Kantons sagt, wem der Boden gehört und wen du fragst
Das Merkblatt des Kantons sagt Nein, mit einer Ausnahme. Nidwaldens Merkblatt zu Stell- und Campingplätzen fragt in Ziffer 3.11 "Ist das Wildcampieren in Nidwalden erlaubt?" und antwortet: "Grundsätzlich Nein. Für ein Ja ist die Zustimmung des Grundeigentümers nötig. Es gibt ein paar Ausnahmen: Einzelne Übernachtungen (nicht in Gruppen) im Gebirge, oberhalb der Waldgrenze." Es ist eine Wegleitung und kein Gesetz. Es nennt Naturschutzgebiete, eidgenössische Jagdbanngebiete, Wildruhezonen und Gebiete mit allgemeinem Betretungsverbot als verboten; Pflanzenschutzgebiete nennt es nicht.3
Gipfel und Terrasse sind Alpboden. Beide liegen auf der Parzelle Nr. 103 von Wolfenschiessen, der Bannalp. Die Bannalp ist eine der acht Nidwaldner Gemeinalpen, privatrechtliche Körperschaften, die ihren Grund und Boden gemeinsam verwalten und die Hütten mit dem Recht verkaufen oder verpachten, den Boden "unter Einhaltung der Gesetze der Gemeinalp" zu nutzen. Das Alpgesetz der Bannalp ist nicht öffentlich, und der Kataster nennt keinen Eigentümer.7
Keine Dauererlaubnis und keine Gebühr sind veröffentlicht. Nichts Veröffentlichtes bietet eine Nacht auf diesem Boden an oder nennt einen Preis dafür. Die Luftseilbahnen Bannalp AG, die Zubringerin im Tal, ist ein praktischer erster Anruf: +41 41 628 16 33. Die Gemeindeverwaltung Wolfenschiessen, +41 41 629 73 30, kann eine Frage an die Alp weiterleiten.71
Wo du schlafen kannst: auf der Terrasse unter der Nordwand oder in einem Bett in der Urnerstaffel
Der nächste ebene Boden ausserhalb des Schutzgebiets ist die Terrasse unter der Nordwand. Eine Bank von rund 1'300 m2 bei 46,87478 N, 8,45339 E (LV95 2'677'357 / 1'192'017), 2'007 m, fällt mit 4 bis 8 Grad ab. Sie liegt 76 m ausserhalb des Pflanzenschutzgebiets, rund 450 m vom Banngebiet, in der Restzone ohne Schutz. Von diesem Punkt aus steigt die Wand rund 75 m weiter südlich steil an, und rund 110 m weiter nördlich fällt der Boden steil ab. Bleib auf der Terrasse und steig mit einem Zelt nicht Richtung Krete.46
Ein kleiner Platz, eine Nacht, und frag vorher, wenn du kannst. Nidwaldens Merkblatt nennt eine einzelne Nacht oberhalb der Waldgrenze, nicht in der Gruppe, als Ausnahme, und die Regeln der Alp sind nicht veröffentlicht, der Anruf aus dem Abschnitt oben lohnt sich also. Der Zustieg ist weglos und steil.3
Berggasthaus Urnerstaffel, Bannalp, rund 0,8 km vom Gipfel: Zimmer ab CHF 55 für ein Einzelzimmer und CHF 110 für ein Doppelzimmer, täglich offen bis 31. Oktober 2026, 09:00 bis 18:00 Uhr. Die neuen Betreiber nehmen keine telefonischen Reservationen an und buchen über das Online-Formular des Hauses; Auskünfte unter +41 41 628 15 75. Die Luftseilbahn Bannalp fährt von Mitte Mai bis Ende Oktober.8
Zeltplatz Oberfeld, der Zeltplatz der Alp auf 1'860 m, nimmt Zelte von etwa Mitte Juni bis Ende September auf: CHF 15 pro Person ab 16 Jahren, CHF 20 für Einzelpersonen, CHF 10 für Kinder von 3 bis 15 Jahren, Mietzelte vorhanden, 40 Minuten von der Station Bannalp, +41 79 728 50 60. Der Betreiber gibt an, dass er mitten im eidgenössischen Jagdbanngebiet liegt, zelte also nur auf dem Zeltplatz.8
Allgemeine Regeln fürs Wildcampen
Das gilt überall, wo du wirklich draussen schlafen darfst, beim Bietstöck also für einen kleinen Platz auf der Terrasse, nie für eine Gruppe. Halte Abstand zur Wand und zum Abfall, nimm dein Wasser mit und lass nichts zurück.
- Kein Feuer. Offenes Feuer hat in den Bergen nichts verloren. Ein Gaskocher reicht.
- Spät aufstellen, früh abbauen. Erst gegen Abend aufbauen, früh wieder weg. Ein Biwak ist eine Nacht, kein Basislager.
- Keinen Abfall zurücklassen. Alles, was du hochträgst, trägst du wieder runter, auch Bioabfall und WC-Papier.
- Mindestens 50 Meter Abstand zu jedem Gewässer fürs grosse Geschäft, damit du nicht verschmutzt, was Mensch und Vieh trinken.
- Klein und leise bleiben. Kleine Gruppe, kein Lautsprecher, keine Drohne, Hunde an der Leine, und das Wort des Alppersonals gilt.
Disclaimer
Dieser Artikel gibt meine Recherche und Einschätzung nach bestem Wissen wieder, Stand September 2026. Grundlage sind die unten verlinkten amtlichen und öffentlichen Quellen. Er ersetzt keine Rechtsberatung und ist keine verbindliche Auskunft einer Behörde.
Kantonale Verordnungen, Gemeinderegeln, Öffnungszeiten und Preise ändern sich; die Pflanzenschutzverordnung gilt seit 1. Januar 2026. Die eigenen Regeln der Alp und ein richterliches Verbot kämen zu diesem Text hinzu; im kantonalen Amtsblatt ist seit Juli 2025 keines erschienen. Der Boden auf der Krete und der Terrasse ist anhand amtlicher Luftbilder und des Höhenmodells des Bundes beurteilt, nicht vor Ort vermessen. Prüfe vor jeder Tour die aktuellen Quellen selbst und befolge die Anweisungen vor Ort. Ein echtes Notbiwak ist etwas anderes als eine geplante Nacht. Wer draussen übernachtet, trägt die Verantwortung für sein Verhalten und dessen Folgen selbst. Hikebeast, Leon Helg und die Saftladen GmbH übernehmen keine Haftung für Entscheidungen aufgrund dieses Textes und rufen niemanden auf, geltendes Recht zu brechen.
Häufige Fragen
Ist Wildcampen auf dem Bietstöck erlaubt?
Verbietet das Pflanzenschutzgebiet Zelte?
Wo kann ich stattdessen zelten?
Wie hoch ist die Busse?
Welcher Bietstöck ist gemeint?
Quellen
- Gemeinde Wolfenschiessen, gelesen am 30. September 2026. Veröffentlichte Reglemente: Strassenreglement, zwei Friedhofreglemente, zwei Tourismuskonzepte, Feuerwehrreglement, Gemeindeordnung, Parkplatzreglement, Verkehrsrichtplan, Bau- und Zonenreglement mit den beiden Zonenplänen und dem Fusswegplan, Benutzungsreglement, Wasserversorgungsreglement, Siedlungsentwässerungsreglement, Spielgruppenreglement, Entschädigungsreglement und Musikschulreglement; kein Polizei- oder Campingreglement. Bau- und Zonenreglement vom 15. Mai 2024, vom Regierungsrat am 15. Oktober 2024 genehmigt (RRB 633), seit 1. Januar 2025 in Kraft. Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (GIS Daten AG), Parzelle 103, EGRID CH793477380519: Grundnutzung "Übriges Gemeindegebiet" am Gipfelpunkt und auf der Terrasse. Gemeindeverwaltung, Hauptstrasse 20, 6386 Wolfenschiessen, +41 41 629 73 30, gemeindeverwaltung@wolfenschiessen.ch. ↩
- Kanton Nidwalden, Gesetzessammlung, gelesen am 30. September 2026. Verordnung über den Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen, NG 331.13, vom 16. Dezember 2025, seit 1. Januar 2026 in Kraft: § 5 Abs. 1 (im Text zitiert); § 5 Abs. 5 Ziff. 4 "Gipfelpartien des Kaiserstuhls und der Walenstöcke (Anhang 4)"; § 6 Abs. 1, die vom Regierungsrat festgelegten Grenzen sind verbindlich; § 7 Abs. 1: "Die Schutzgebiete gemäss § 5 Abs. 5 Ziff. 4 und 7 stellen den Schutz der Smaragdgebiete im Sinne der Berner Konvention sicher und dienen dem Schutz der Nidwaldner Haarschnecke (Raeticella biconicus). Es ist alles zu unterlassen, was den Lebensraum dieser Tiere beeinträchtigt." Die Verordnung enthält keinen Begriff für Zelt, Camping oder Biwak. Gesetz über den Natur- und Landschaftsschutz, NG 331.1, Art. 21 Abs. 2: "In Pflanzenschutzgebieten ist das Pflücken, Ausgraben, Ausreissen oder Schädigen von wildwachsenden Pflanzen und Pilzen verboten."; Art. 46 Abs. 1: "Widerhandlungen gegen Bestimmungen dieses Gesetzes und der sich darauf stützenden Erlasse, Massnahmen und Verfügungen werden mit Busse bestraft." Biotopschutzverordnung, NG 332.11, § 5 Abs. 1 Ziff. 5: "das Zelten und Campieren sowie organisierte Veranstaltungen abseits von markierten Wegen", in den aufgelisteten Moor- und Trockenwiesenstandorten. ↩
- Kanton Nidwalden, Merkblatt Stell- und Campingplätze, 1. Auflage, Version 1.1, 18. November 2021, Ziffer 3.11 "Wildcampieren": "Ist das Wildcampieren in Nidwalden erlaubt? Grundsätzlich Nein. Für ein Ja ist die Zustimmung des Grundeigentümers nötig. Es gibt ein paar Ausnahmen: Einzelne Übernachtungen (nicht in Gruppen) im Gebirge, oberhalb der Waldgrenze. Bei mehreren Übernachtungen muss das Zelt tagsüber wieder abgebaut werden. Auf Privatgrundstücken mit Erlaubnis des Grundstückbesitzers ist die Übernachtung ebenfalls erlaubt. Auch Not-Biwakieren ist erlaubt. In Naturschutzgebieten, eidg. Jagdbanngebieten, Wildruhezonen und bei allgemeinem Betretungsverbot gilt ein generelles Verbot fürs Wildcampieren." ↩
- Geodaten von Bund und Kanton, gelesen am 30. September 2026. Swisstopo: Gipfelpunkt LV95 2'677'235 / 1'191'878, 2'183 m auf swissALTI3D; Punkt 2'213 bei 2'677'475 / 1'191'923. Eidgenössisches Jagdbanngebiet Nr. 42 Bannalp-Walenstöcke, 1'027,6 ha, "Gebiet mit integralen Schutzbestimmungen" (Objektblatt): Die Grenze liegt 358 m vom Gipfelpunkt (Richtung 158 Grad) und 452 m vom Terrassenplatz. Eidgenössische Wildruhezonen: keine innerhalb von 1,8 km; nächste Brisen (Nr. 11.0, Schutzzeit 15. Dezember bis 30. April), 1'839 m. Smaragd-Gebiet Walenstöcke - Brisen, Objekt 32. Kein Treffer am Gipfelpunkt, am Punkt 2'213 und am Terrassenplatz für BLN, Auengebiete, Flachmoore, Hochmoore, Moorlandschaften, Amphibienlaichgebiete, Trockenwiesen, Ramsar-Gebiete, Waldreservate, Pärke und Militärareale. Web Map Service des Kantons Nidwalden (GIS Daten AG), Ebene Pflanzenschutzgebiete: Objekt Nr. 4 "Gipfelpartien des Kaiserstuhls und der Bietstöcke (Bannalp)", Polygon von 575 ha; der Gipfelpunkt liegt 44 m und Punkt 2'213 43 m innerhalb seines Rands, die Terrassenplätze 76 m und 88 m ausserhalb. ↩
- Bundesrecht, gelesen am 30. September 2026. Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete, VEJ (SR 922.31), Art. 5 Abs. 1 lit. e, freies Zelten und Campieren in eidgenössischen Jagdbanngebieten; Ordnungsbussenverordnung, OBV (SR 314.11), Anhang 2 Nr. 12005, Ordnungsbusse CHF 150. Bundesamt für Umwelt, Smaragd-Gebiete: "Jede Vertragspartei verpflichtet sich, die nötigen Massnahmen zu ergreifen, um den spezifischen Wert des von ihr vorgeschlagenen Gebietes zu erhalten." ↩
- Gelände- und Kartendaten, gelesen am 30. September 2026. Swisstopo swissALTI3D (2 m): Im Umkreis von 30 m um den Gipfelpunkt liegt das Gefälle im Median bei 57 Grad; die Terrassenplätze liegen auf 1'999,9 m (LV95 2'677'213 / 1'192'011, WGS84 46,874742 / 8,451501) und 2'006,8 m (2'677'357 / 1'192'017, WGS84 46,874779 / 8,453391); der Lokalname Wildalpeli (swissNAMES3D) liegt bei 2'677'254 / 1'192'023. Ein Nord-Süd-Profil durch den Platz bei 2'677'357 zeigt 3 bis 5 Grad Gefälle auf dem Platz, 75 Grad 80 m weiter südlich und 64 Grad 110 bis 120 m weiter nördlich. Swissimage, Luftbild: nackter Felsrand am Gipfelpunkt. swissTLM3D: nächster markierter Wanderweg 379 m vom Gipfelpunkt. OpenStreetMap (Kartendaten, keine amtliche Quelle): höchster Wald auf 1'722 m, nächster Bach 419 m vom Terrassenplatz. Die Angaben zum Zustieg sind Schätzungen aus dem Höhenmodell, nicht zu Fuss gemessen. ↩
- Staatsarchiv Nidwalden, Die Nidwaldner Gemeinalpen, Juli 2024: "Sie sind privatrechtliche Körperschaften und unterstehen kantonalem Recht. Sie verwalten Grund und Boden genossenschaftlich, die Hütten aber sind im Hüttenrecht verkauft oder verpachtet, was die Besitzer oder Pächter dazu berechtigt, den Boden zu nutzen, unter Einhaltung der Gesetze der Gemeinalp." Die Bannalp ist eine der acht Gemeinalpen. Die Parzelle 103 Wolfenschiessen ist im Kataster die Alp Bannalp; er nennt keinen Eigentümer. ↩
- Betreiber, gelesen am 30. September 2026. Berghaus Urnerstaffel, Bannalp, 6387 Oberrickenbach: "Bis 31 Oktober durchgehend offen", 09.00 bis 18.00; "wir nehmen keine telefonischen Reservationen an", +41 41 628 15 75; neue Betreiber seit 13. Juni 2026; Zimmer ab CHF 55 (Einzelzimmer) und CHF 110 (Doppelzimmer) pro Nacht, Bettwäsche CHF 15 zum Mieten. Alp Oberfeld, Zeltplatz: "Unser hochalpiner Zeltplatz befindet sich mitten im Eidgenössischen Jagdbangebiet und liegt auf 1860 Müm. und ist von ca. mitte Juni bis ende September offen."; "Von der Bahnstation Bannalp in ca. 40 Min. zu erreichen."; Personen ab 16 Jahren CHF 15, Einzelpersonen CHF 20, Kinder 3 bis 15 Jahre CHF 10; Zelt, Isomatte, Schlafsack und Innenschlafsack sind vor Ort mietbar; Tel. 079 728 50 60. Luftseilbahnen Bannalp AG, Fell 3, 6387 Oberrickenbach, +41 41 628 16 33: "S'rotä Bähnli": Mitte Mai bis Ende Oktober. ↩
- Routenbeschreibungen, Hintergrund und keine amtliche Quelle, gelesen am 30. September 2026: gipfelbuch.ch, Westgrat (vier Seillängen, 5a bis 5b, Abstieg über den Ostgrat) und holzding.ch, Ostgrat (T4, Kletterschwierigkeit II). ↩