Stand: 6. Oktober 2026

Wildcampen am Lai da Vons

Der Lai da Vons wirkt auf 1'991 m einladend, doch seine feuchten Ufer und Waldgrenzweiden sind kein freier Zeltplatz. Andeer erlaubt Zelte nur auf freigegebenem Gelände. Kläre eine konkrete Freigabe mit Gemeinde und Eigentümer oder reserviere die Cufercalhütte und besuche den See tagsüber.

Was heisst das?

Illegal Eine konkrete Regel verbietet es, meist mit Busse, und sie wird durchgesetzt. Schlaf woanders.

Nicht erlaubt Hier gibt es keinen echten Platz zum Zelten. Ein abgesperrtes Gelände, ein bebautes Gebiet oder nirgends sinnvoll zum Hinlegen, auch wenn keine Busse droht.

Kommt drauf an Du darfst hier schlafen, aber zuerst gilt eine Bedingung: den Grundeigentümer fragen, einen Platz buchen, in einer festen Zone bleiben oder statt Zelt nur biwakieren. Der Bericht sagt, welche.

Toleriert Keine Regel erlaubt oder verbietet es klar, aber eine einzelne Nacht wird in der Praxis akzeptiert und niemand schreitet ein. Üblich für hohe Biwaks über der Baumgrenze.

Legal Eine Nacht ist hier in Ordnung. Entweder erlaubt es eine Regel, oder wir haben alle Gesetze geprüft und nichts dagegen gefunden. Trotzdem: spät aufbauen, früh weg, keine Spuren.

Eine Nacht draussen. Ein kleines Zelt oder ein Biwaksack, gegen Abend aufgebaut und morgens wieder eingepackt. Ein Basislager und eine Nacht im Camper sind andere Tätigkeiten. Der Wortlaut der jeweiligen Regel entscheidet über ihren Umfang: Wildcampen und Biwakieren.

Wildcampen am Lai da Vons: die geltende Zeltregel

Eine geplante Zeltnacht auf nicht freigegebenem Gelände am Lai da Vons ist verboten. Andeers aktuelles Polizeigesetz gilt seit dem 14. August 2024 und regelt dies konkret: Art. 40 erlaubt Campieren im Zelt, Auto oder Wohnwagen nur auf dem bewilligten Campingplatz oder anderem dafür freigegebenem Gelände. Die Regel gilt im gesamten Gemeindegebiet, auch auf Bergweiden weit oberhalb des Dorfes. Unauffälligkeit, spätes Ankommen und ein besonders kleines Zelt schaffen keine Ausnahme. 1

"nur auf dem bewilligten Campingplatz sowie auf dem sonst hierfür freigegebenen Gelände gestattet."

Der letzte Teil ist wesentlich. Andeer erlaubt Campieren auf Gelände, das tatsächlich dafür freigegeben wurde. Eine ebene Uferfläche, eine Zufahrt oder ein Tourismusfoto ist aber keine solche Freigabe. Art. 41 verlangt die Bewilligung des Gemeindevorstands für jede Art des Überlassens eines Campingplatzes, auch ohne gewerblichen Betrieb. Das freundliche Ja eines Eigentümers und die Gemeindebewilligung beantworten deshalb verschiedene Fragen. Hole beides ein, soweit erforderlich. 1

Die Strafbestimmung steht in Art. 60 Abs. 1: CHF 50 bis CHF 5'000 für Verstösse gegen dieses Gesetz und darauf gestützte Vorschriften oder Verfügungen. Nach Art. 60 Abs. 2 sind in leichten Fällen eine Verwarnung oder ein Strafverzicht möglich. Das ist ein gesetzlicher Rahmen mit Ermessen, kein automatischer Strafzettel für jedes kleine Zelt. Trotzdem ist die Campingregel konkret sanktioniert. Art. 40 enthält keine Ausnahme für eine Nacht oder für Gelände oberhalb der Waldgrenze. 1

Die Bewertung betrifft eine spontane Zeltnacht um den genannten See. Sie macht nicht jede Form des Schlafens draussen zum gleichen Verstoss und schliesst ein künftig bewilligtes Zeltlager nicht aus. Damit die Tour aufgeht, entscheide vor dem Aufstieg, wo du rechtmässig übernachtest. Der Schweizer Wildcamping-Überblick erklärt, weshalb lokale Vorschriften auch in einem Kanton mit grosszügigeren allgemeinen Berghinweisen gelten.

Ein Bergsee im Waldgrenzbereich

Der Lai da Vons liegt auf ungefähr 1'991 m über Sufers in Graubünden. Das Ziel ist der See, kein Gipfel oder abgelegener kahler Pass. Seine Kartenreferenz lautet 46.58549, 9.38529, LV95 2'749'184 / 1'161'208. Dieser Punkt liegt im Wasser. Verwende den Namenspunkt eines Sees nie als Zeltkoordinate und verwechsle ebenes Wasser in einem Geländemodell nicht mit ebenem Boden. 2

Westlich liegen feuchte Ufervegetation und bewirtschaftete alpine Weiden, mit Wegen und nahen Hofanlagen. Nadelbäume wachsen im östlichen und südlichen Umfeld sowie weiter oben an angrenzenden Hängen. Auf dieser Höhe liegt der See noch im örtlichen Waldgrenzbereich. Er ist nicht das einfache offene Gelände deutlich oberhalb der letzten Bäume, das viele bei den SAC-Hinweisen für ein ruhiges Biwak vor Augen haben. Der Managementplan des Naturparks beschreibt die Seeberge um den Lai da Vons als Mosaik von Mooren, Weiden, Felsen und Arvengruppen. 2 10

Eine hilfreiche Vergleichsstelle ist die trockene Weideschulter nordwestlich des Wassers: 46.586529, 9.383443, ungefähr 1'999 m. Sie liegt etwa 124 m vom wirklichen Wasserrand entfernt und hat örtlich ungefähr 5 Grad Neigung. Das ist eine Referenz für ein Gespräch mit der Gemeinde, kein angebotener Zeltplatz. Hofwege, nahe Bäume und Gebäude zeigen die Landnutzung deutlich. Wer dorthin ausweicht, meidet zwar die feuchte Uferfläche, macht aus Weideland aber noch kein freigegebenes Campinggelände. 2 3

Die Besichtigung vor Ort bleibt nötig. Unter grünem Boden kann es nass sein, in Mulden sammelt sich Wasser, und Weidetiere brauchen ihren Platz. Drücke keine Ufervegetation nieder, um eine Fläche für einen Unterschlupf herzustellen. Halte Wanderweg, Hofzufahrt und Wasserrand für ihre bestehenden Nutzungen frei. Die rechtliche Entscheidung erst in der Dämmerung am See zu treffen ist keine sinnvolle Reiseplanung.

Sufers ist der Zugang; Andeer regelt den See

Die heutige Gemeindegrenze ordnet den See und seine unmittelbaren Ufer Andeer zu. Sufers ist ein wichtiger Ausgangsort, doch deine Bushaltestelle bestimmt nicht das Campingrecht am Schlafplatz. Auch der nächste Seerand liegt noch ungefähr 283 m innerhalb der heutigen Andeerer Grenze. Für einen Gemeindewechsel musst du das unmittelbare Ufer verlassen; die andere Seeseite genügt nicht. 2

Das Wasser liegt auf Andeerer Parzelle 41, EGRID CH727705075618. Die trockene nordwestliche Referenz gehört zu Parzelle 36, EGRID CH775677050772. Diese Kennungen helfen der Verwaltung, eine konkrete Ortsfrage zu beantworten. Sie sind keine Eigentumsnachweise und sagen nicht, wer heute die Weiderechte hat. Auch die öffentliche Zugänglichkeit eines Wanderwegs begründet kein Recht, über Nacht eine Wiese zu belegen. 3

Bergland kann mehrere Berechtigte betreffen: Grundeigentümer, Alporganisation und aktuell wirtschaftender Landwirt. Lass die Gemeinde klären, wer für genau diese Fläche zustimmen kann. Eine alte Grenzstreitgeschichte, die Buchung eines nahen Chalets oder ein historischer Alpname belegen keine heutige Befugnis, einen Zeltplatz zu vergeben.

An diesem See bleibt an jedem Ufer dieselbe praktische Rechtsfrage: Hat Andeer das Gelände tatsächlich für die geplante Campingnutzung freigegeben, und stimmt der zuständige Landberechtigte zu? Ohne diese Antwort bleibt die Gemeinderegel bestehen. Der Ruf eines anderen Dorfes als entspannter Campingort gilt nicht über die Gemeindegrenze hinaus.

Die örtliche Naturschutzzone reicht über das Wasser hinaus

Laut Gemeindekataster liegt der Lai da Vons in einer Naturschutzzone. Deren Geometrie umfasst das Wasser und erhebliche angrenzende Flächen; der Wasserrand ist also nicht die Schutzgrenze. Derselbe Auszug zeigt Gewässerraum- und Landschaftsschutzzonen. Diese lokalen Planungsvorschriften verdienen Beachtung, obwohl der See ausserhalb der kartierten Bundesmoorinventare und eidgenössischen Jagdbanngebiete liegt. Das kantonale Naturinventar kartiert hier auch regionale Moor- und Amphibienlebensräume. 3

Graubündens Raumplanungsgesetz schützt in Art. 33 die Lebensräume der Naturschutzzonen und begrenzt schädigende Eingriffe, darunter Entwässerung und Düngung. Art. 34 betrifft Landschaftsschutzzonen. Keiner dieser Artikel sollte als eigenständiges allgemeines Verbot jedes Schlafsacks zitiert werden. Die Zeltregel steht ausdrücklich in Art. 40 des Polizeigesetzes. Der Feuchtgebietsschutz erklärt zusätzlich, weshalb das Ufer ein schlechter Ort für eine beiläufige Freigabe ist. 3 1

Die nordwestliche Weidereferenz liegt ausserhalb des kartierten Naturschutzpolygons. Das ist ein nützlicher Unterschied, klärt aber nur diese Geometrie. Sie bleibt Landwirtschaftsland mit Landschaftsschutz, nahe einer weiteren Zone mit geschützter Flora und innerhalb von Andeer. Rund 124 m Abstand zum Wasser ändern deshalb nichts an der Campingregel, an Eigentumsfragen oder am Bodenproblem im Waldgrenzbereich. 3

Der Naturpark Beverin ist ein regionaler Naturpark. Sein Name allein bewirkt nicht das Übernachtungsverbot des Schweizerischen Nationalparks. Ebenso liefert eine leere Bundes-Wildtierkarte keine Bundesbewilligung. An diesen Referenzpunkten gilt kein kartiertes Campingverbot eines eidgenössischen Jagdbanngebiets oder einer Bundes-Wildruhezone; auch die aktuellen kantonalen Wildtierflächen liegen ausserhalb. Hier entscheiden die ausdrückliche Gemeinderegel für Zelte und der tatsächliche Uferlebensraum über die Reise. 2 3 10

Wie sich ein bewilligtes Zeltlager klären lässt

Beginne bei der Gemeindeverwaltung Andeer. Kontakt: gemeinde@andeer.ch oder +41 81 661 12 52, Veia da Scola 6, 7440 Andeer. Bitte darum, die Anfrage an den Gemeindevorstand weiterzuleiten und Eigentümer und aktuellen Weidenutzer zu nennen. Schicke Datum, Personenzahl, Unterkunftsart, einen markierten Kartenpunkt und eine Erklärung, wie du Feuchtboden, Hofzufahrt und Weidetiere meidest. 5

Eine konkrete Bestimmung lässt sich ansprechen: Das derzeit im Kataster verknüpfte Baugesetz erlaubt in Art. 24 Abs. 5 dem Gemeindevorstand, befristete Zeltlager ausserhalb der Campingzone zu bewilligen. Frage, ob dies deinen individuellen Aufenthalt umfasst und wie ein Entscheid die Geländefreigabe nach Polizeigesetz Art. 40 sowie die Bewilligung nach Art. 41 erfüllt. Eine Befugnis zur Zeltlagerbewilligung ist keine bestehende Ausnahme für jeden Rucksackwanderer. 4 1

Die Verwaltung muss auch die Ortsbedingungen klären. Ein Ja für ein Lager irgendwo im Gemeindegebiet ist kein Ja für das Feuchtgebiet am Lai da Vons. Private Zustimmung kann den Naturschutz ebenfalls nicht aufheben. Eine brauchbare Antwort benennt Boden, Daten, erlaubte Unterkunft, zuständigen Landberechtigten und Auflagen, einschliesslich Toilette, Wasser und Abfall. Hab den schriftlichen Entscheid unterwegs immer dabei. Bleibt die Auskunft allgemein, plane stattdessen eine reservierte Übernachtung.

Andeer verabschiedete am 29. Oktober 2025 ein revidiertes Baugesetz, dessen Art. 37 Abs. 5 den Zeltlager-Bewilligungsweg beibehält. Verabschiedung und kantonale Genehmigung sind getrennte Schritte. Am 6. Oktober 2026 verknüpfen die aktuellen Parzellenauszüge weiterhin das früher genehmigte Gesetz mit Art. 24 Abs. 5. Frage die Verwaltung, welche Fassung für dein Gesuch gilt. Beide Fassungen verlangen einen Entscheid; keine liefert eine veröffentlichte allgemeine Campingfreigabe an diesem See. 4

Das ist ein Weg über ein Gesuch, keine Empfehlung für eine spontane Übernachtung. Die trockene Weide am See liegt trotzdem im Waldgrenzbereich. Ein konkret bewilligter Platz braucht eine eigene Bodenbeurteilung, Zustimmung des Berechtigten und Schutzprüfung. Solange das offen ist, gibt es keinen Zeltplatz am Ufer, den wir empfehlen können.

Ein Schlafsack beantwortet nicht jede Frage

Art. 40 nennt ausdrücklich Zelte, Autos und Wohnwagen. Einen Schlafsack ohne Zelt nennt er nicht ausdrücklich. Dieser Unterschied ist wichtig: Der Wortlaut trägt nicht die Behauptung, jedes zeltlose Biwak werde automatisch mit derselben Campingbusse geahndet. Er liefert aber auch keine dokumentierte Erlaubnis für eine geplante Schlafsacknacht an diesen Ufern. Frage konkret nach deiner Art von Unterschlupf, statt ihn bloss umzubenennen. 1

Auch ein Biwaksack belegt Boden. Auf Feuchtgebiet oder genutzter Weide bleiben Trittschäden, Störung und die nötige Rücksicht auf die Landnutzung, auch ohne Zeltstangen. Der SAC empfiehlt besonders sorgfältige Platzwahl und das Meiden empfindlicher Lebensräume und Waldgrenzbereiche. Der Lai da Vons ist genau so ein Ort, an dem diese praktische Vorsicht schon vor einem Streit über das Wort Campieren zählt. 10

In die Bäume auszuweichen ist kein Ausweg. Andeers Waldordnung verbietet in Art. 25 Campieren im Wald. Art. 27 nennt einen eigenen Bussenrahmen von CHF 100 bis CHF 5'000, dazu vollständigen Schadenersatz. Ein Waldrand ist auch ökologisch anderes Gelände als eine offene Fläche weit oberhalb der Waldgrenze. Wähle keine windgeschützte Baumgruppe, bloss weil das freie Seeufer ungeeignet ist. 9

Ein unvorhergesehener Bergnotfall ist eine andere Situation als eine im Voraus geplante Ferienübernachtung. Bewusst ohne Unterkunft loszugehen, ist keine Notfallstrategie. Behalte genug Tageslicht, Wetterreserve und Kraft für dein reserviertes Ziel und kehre um, solange das noch problemlos möglich ist.

Weideland wird genutzt, auch wenn keine Kühe da sind

Der grasige Boden um den See wird landwirtschaftlich genutzt. Andeers Flur-, Weide- und Alpordnung begrenzt in Art. 3 das unbefugte Betreten von Fluren während der Flurzeit, normalerweise vom 20. April bis zum 31. Oktober, mit möglicher örtlicher Anpassung. Das betrifft die entsprechenden Fluren und darf nicht gedankenlos auf jeden alpinen Fels übertragen werden. Eine gemähte oder genutzte Wiese ist trotzdem keine freie öffentliche Unterkunft. 6

Art. 22 dieser Landwirtschaftsordnung nennt CHF 50 bis CHF 1'000 für Verstösse dagegen, im Wiederholungsfall verdoppelt. Das ist eine andere Bestimmung als die Campingbusse. Eigentümerzustimmung, korrekter Zugang und saisonale Weidenutzung zählen getrennt. Dass bei Sonnenuntergang keine Tiere zu sehen sind, beweist weder eine ungenutzte Koppel noch die Erlaubnis, Gras für ein Zelt niederzudrücken. 6

Lass Tore so, wie du sie vorfindest, respektiere Zäune und meide den Bereich um Tränken und Hofgebäude. Halte Abstand zu Kühen und beachte aktuelle Hinweise zu Hunden oder Herdenschutz. Falls ein bewilligtes Lager auf Landwirtschaftsland vorgesehen ist, kläre diese Einzelheiten vor der Ankunft mit der Person, die das Land bewirtschaftet. Lass weder Lebensmittel noch Abfall oder Toilettenreste zurück, die Herde oder See beeinträchtigen.

Ohne Vereinbarung bleibt der See ein Tagesziel. Wer auf dem richtigen Weg bleibt und in einer bestehenden Unterkunft schläft, respektiert die Nutzung von Ufer, Weg und Weideland.

Cufercalhütte oder Camping Andeer reservieren

Die Cufercalhütte SAC auf 2'385 m ist die Alternative mit Bett oberhalb des Sees. Der aktuelle Betreiber nennt eine durchgehende Sommeröffnung bis 25. Oktober. Kläre Datum, Wetter und den aktuellen Hüttenbetrieb direkt ab: info@cufercal.ch, +41 79 954 65 71 oder über die Reservationsseite. Eine Hüttenangabe für Zwischen- oder Wintersaison bedeutet nicht, dass jederzeit alle Leistungen verfügbar sind. 7

Der SAC nennt für den Normalzustieg ab Sufers über Glattenberg etwa 2 Stunden 45 Minuten und 970 m Aufstieg. Die Variante über Lai da Vons dauert ungefähr 15 Minuten länger. Diese Angaben gelten für den vollständigen Aufstieg ab Dorf und versprechen keinen kurzen Weg ab jeder Uferstelle. Die Hütte liegt über dem See an Bergwegen; rechne Tageslicht und Wetterreserve ein und folge dem markierten Weg. 7

Eine Hüttenreservation gibt dir das vereinbarte Bett drinnen. Sie enthält nicht automatisch die Erlaubnis, draussen ein Zelt aufzustellen. Willst du etwas anderes, frage das Hüttenteam ausdrücklich und lass dir Grundstücks- und Gemeindebedingungen erklären. Ein voller Schlafraum ist ein Grund, vor dem Aufstieg eine andere Nacht zu organisieren, nicht mit freiem Camping am nächsten Gewässer zu rechnen.

Für dein eigenes Zelt gibt es Camping Andeer im Tal. Die aktuelle Betreiberangabe nennt ganzjährigen Betrieb und Passantenplätze für Zelte. Adresse: Camping 6, 7440 Andeer. Frage bei camping.andeer@viamala.ch oder +41 81 650 90 40 nach einem Platz und der Ankunftsregelung. Das ist ein bestehender Campingplatz mit Sanitäreinrichtungen und keine improvisierte Ausnahme am Seeufer. 8

In beiden Fällen bleibt der See Teil der Tour. Bleibe mit reserviertem Hüttenbett in den Bergen oder campe rechtmässig in Andeer und wandere tagsüber zum See. Führt die Route zu einem weiteren Ziel, prüfe dieses gesondert: Die Einordnung für das Gebiet Savognin zeigt, weshalb eine regionale Bergroute verschiedene Vorschriften queren kann.

Allgemeine Regeln fürs Wildcampen

Für einen bewilligten Aufenthalt draussen: konkrete Freigabe und Zustimmung des Landberechtigten zuerst. Hinterlasse keine Spuren, meide Feuchtgebiete und Waldgrenzlebensräume, halte Hofzufahrten frei und befolge sämtliche Bewilligungsauflagen.

  • Kein Feuer. Offenes Feuer hat in den Bergen nichts verloren. Ein Gaskocher reicht.
  • Spät aufstellen, früh abbauen. Erst gegen Abend aufbauen, früh wieder weg. Ein Biwak ist eine Nacht, kein Basislager.
  • Keinen Abfall zurücklassen. Alles, was du hochträgst, trägst du wieder runter, auch Bioabfall und WC-Papier.
  • Mindestens 50 Meter Abstand zu jedem Gewässer fürs grosse Geschäft, damit du nicht verschmutzt, was Mensch und Vieh trinken.
  • Klein und leise bleiben. Kleine Gruppe, kein Lautsprecher, keine Drohne, Hunde an der Leine, und das Wort des Alppersonals gilt.

Disclaimer

Dies ist eine journalistische Einordnung öffentlich zugänglicher amtlicher Quellen, Stand 6. Oktober 2026, keine Rechtsberatung. Bedingungen, zeitweilige Einschränkungen und Einzelentscheide können sich ändern. Kläre die aktuelle Situation vor der Reise mit der Gemeinde und dem zuständigen Landberechtigten.

Die öffentlichen Quellen belegen Andeers Zeltregel und eine Ermessensbewilligung für Zeltlager, aber keine bestehende Freigabe am Ufer des Lai da Vons. Sie belegen weder den aktuellen Eigentümer oder Weiderechtsinhaber eines einzelnen Platzes noch einen lokalen Entscheid, der jeden zeltlosen Schlafsack wie ein Zelt behandelt.

Häufige Fragen

Darf ich am Lai da Vons ein kleines Zelt für eine Nacht aufstellen?
Nur auf freigegebenem Boden. Andeers Polizeigesetz erlaubt in Art. 40 Zelten nur auf bewilligtem Campinggelände oder tatsächlich dafür freigegebenem Land. Eine Nacht und ein kleines Zelt begründen keine Ausnahme. Art. 60 sieht Bussen von CHF 50 bis CHF 5'000 vor, in leichten Fällen Verwarnung oder Strafverzicht.
Ist ein Schlafsack ohne Zelt erlaubt?
Die Zeltregel nennt ihn nicht ausdrücklich. Art. 40 nennt Zelte, Autos und Wohnwagen; eine dokumentierte örtliche Erlaubnis für zeltlose Biwaks ist jedoch nicht belegt. Feuchte Ufer, Waldgrenzlebensräume und Landwirtschaftsland bleiben relevant. Frage Andeer nach Unterkunftsart und genauem Platz, statt einen Biwaksack als sicheres Schlupfloch zu behandeln.
Wen frage ich nach einem bewilligten Zeltlager?
Beginne bei der Gemeinde Andeer. Schreibe an gemeinde@andeer.ch oder rufe +41 81 661 12 52 an und nenne Datum, Personenzahl und genauen Kartenpunkt. Frage nach dem Zeltlagerentscheid gemäss Baugesetz Art. 24 Abs. 5 sowie Geländefreigabe nach Polizeigesetz Art. 40 und Art. 41, dazu nach aktuellem Eigentümer und Weideberechtigtem. Ein offenes Gesuch ist keine Bewilligung.
Ist Campieren mit Abstand zum Wasser erlaubt?
Nein. Eine trockene Weidereferenz etwa 124 m vom Wasser liegt ausserhalb der kartierten kommunalen Naturschutzzone, bleibt aber in Andeer, im Waldgrenzbereich und auf genutztem Landwirtschaftsland. Sie ist kein bewilligter Zeltplatz. Auch das grenznächste Seeufer liegt ungefähr 283 m innerhalb der Andeerer Gemeindegrenze.
Wo kann ich stattdessen schlafen?
Reserviere die Cufercalhütte SAC oder Camping Andeer. Die Hütte auf 2'385 m ist im Sommer bis 25. Oktober offen; kontaktiere info@cufercal.ch oder +41 79 954 65 71 und lass dir dein Datum bestätigen. Camping Andeer hat Zeltplätze und ist ganzjährig offen: camping.andeer@viamala.ch, +41 81 650 90 40. Beides ist keine Campingbewilligung am Seeufer.
Leon Helg

Leon Helg

Schweizer Filmemacher und Softwareentwickler. Verbringt seine freie Zeit in den Schweizer Alpen und kartiert seine Lieblingsspots für Hikebeast. Postet als @leon.helg auf Instagram und TikTok.

Quellen

  1. Andeer, Polizeigesetz, in Kraft seit 14. August 2024: Art. 40 (freigegebenes Campinggelände), Art. 41 (Bewilligung für überlassene Campingplätze), Art. 60 (CHF 50 bis CHF 5'000; Ermessen in leichten Fällen). ↩
  2. Swisstopo, aktuelle Luftbilder, Gelände und Gemeindegrenzen; offizielle Graubünden-Zielseite für Lai da Vons. Bundesinventare und Graubündner Wildschutzgeometrien, sowie kantonale Wildruhegeometrien. ↩
  3. Graubünden, aktuelle vollständige ÖREB-Auszüge für Andeerer Parzelle 41 und Parzelle 36, 6. Oktober 2026; Raumplanungsgesetz, Art. 33 und Art. 34, Natur- und Landschaftsschutz. Kantonales Naturinventar: regionale Moor- und Amphibienlebensräume. ↩
  4. Andeer, im Kataster verknüpftes genehmigtes Baugesetz, Art. 24 Abs. 5, letzte Änderung genehmigt am 13. August 2024. Erläuterung zur Gemeindeversammlung, 29. Oktober 2025: revidiertes Gesetz und getrennte kantonale Genehmigungsphase; revidierter Art. 37 Abs. 5 behält den Zeltlagerweg bei. ↩
  5. Gemeindeverwaltung Andeer, amtlicher Kontakt: Veia da Scola 6, 7440 Andeer; gemeinde@andeer.ch, +41 81 661 12 52. ↩
  6. Andeer, Flur-, Weide- und Alpordnung: Art. 3, Betreten von Fluren während der Flurzeit; Art. 22, CHF 50 bis CHF 1'000 und Wiederholungsfälle. ↩
  7. Cufercalhütte SAC, aktueller Betreiber und Reservationen: 2'385 m, Sommeröffnung bis 25. Oktober, info@cufercal.ch, +41 79 954 65 71. SAC, Normalzustieg ab Sufers: 2 Stunden 45 Minuten, 970 m Aufstieg; Seevariante 15 Minuten länger. ↩
  8. Camping Andeer, aktuelle Betreiberangabe bei Viamala Tourismus: ganzjähriger Campingplatz mit Zeltplätzen; Camping 6, 7440 Andeer; camping.andeer@viamala.ch, +41 81 650 90 40. ↩
  9. Andeer, Waldordnung: Art. 25 (Campieren im Wald verboten), Art. 27 (CHF 100 bis CHF 5'000 und Schadenersatz). ↩
  10. Naturpark Beverin, Managementplan und Lebensräume der Seeberge; SAC, Campieren und Biwakieren: empfindliche Lebensräume, Waldgrenzbereiche und lokale Regeln. ↩