Wildcampen am Gotthardpass
Auf der Passhöhe ist der Gotthard eine Strasse und kein Schlafplatz. Im Berggebiet von Airolo erlaubt das Tessin das Zeltbiwak ausdrücklich; jenseits der Grenze verbietet Hospental das Campieren. Eine Unterkunft auf dem Pass ist die praktische Lösung: Hotel, Hospiz oder Schlafsaal.
Was heisst das?
Illegal Eine konkrete Regel verbietet es, meist mit Busse, und sie wird durchgesetzt. Schlaf woanders.
Nicht erlaubt Hier gibt es keinen echten Platz zum Zelten. Ein abgesperrtes Gelände, ein bebautes Gebiet oder nirgends sinnvoll zum Hinlegen, auch wenn keine Busse droht.
Kommt drauf an Du darfst hier schlafen, aber zuerst gilt eine Bedingung: den Grundeigentümer fragen, einen Platz buchen, in einer festen Zone bleiben oder statt Zelt nur biwakieren. Der Bericht sagt, welche.
Toleriert Keine Regel erlaubt oder verbietet es klar, aber eine einzelne Nacht wird in der Praxis akzeptiert und niemand schreitet ein. Üblich für hohe Biwaks über der Baumgrenze.
Legal Eine Nacht ist hier in Ordnung. Entweder erlaubt es eine Regel, oder wir haben alle Gesetze geprüft und nichts dagegen gefunden. Trotzdem: spät aufbauen, früh weg, keine Spuren.
Ein Bergpass mit einer Strasse über die Passhöhe
Wildcampen am Gotthardpass beginnt mit dem Boden unter deinen Füssen. Die Passhöhe ist ein Übergang auf der historischen Route zwischen Airolo und dem Urserental. Rund um das Hospiz liegen Strassen, Parkflächen, Gebäude und Seen, die Tagesgäste besuchen. Die Lage hoch in den Alpen macht diesen erschlossenen Ort nicht zum Zeltplatz. Die Strasse muss für den Verkehr frei bleiben. Auch das Umfeld dient Menschen, die hier arbeiten, anhalten oder in den Unterkünften übernachten.1
Der Kartenpunkt liegt bei 46.55931, 8.56116, auf Airolos Gemeindegebiet im Tessin. Seine Geländehöhe beträgt rund 2'107 m. Das ist entscheidend, weil der Pass oft als Übergang zwischen Tessin und Uri beschrieben wird und sein Name für die ganze Hochebene steht. Der Name eines Ausflugsziels umfasst mehr als ein Gemeindegebiet. Die bekannte Landschaft aus kahlem Granit, Gras und kleinen Seen kann Gebiete mit unterschiedlichen Gemeinderegeln umfassen, obwohl sie wie ein zusammenhängender Raum aussieht.1
Halte die erschlossene Passhöhe frei und buche ein Bett auf dem Pass. Auf anderem geeignetem Berggelände im Tessin gibt das kantonale Campinggesetz eine echte Biwakausnahme. Diese Möglichkeit hängt vom tatsächlichen Boden und den dort geltenden Regeln ab.2
Die Legge sui campeggi, RL 943.100, beginnt in Art. 2 Abs. 1 mit der Grundregel: Campieren gehört auf bewilligte Campingplätze. Der folgende Absatz nimmt das Aufstellen eines Zeltes zum Bergbiwak ausdrücklich aus. Art. 2 Abs. 2 lautet: Fa eccezione al principio di cui al cpv. 1 l'attendamento a scopo di bivacco in montagna. Das ist eine geltende kantonale Ausnahme und mehr als eine Empfehlung des Alpenclubs oder eine lokale Gewohnheit.2
Die Bestimmung nennt weder eine feste Höhengrenze noch eine Beschränkung auf Notfälle. Ein geplantes, bescheidenes Bergbiwak hat deshalb im Tessin eine gesetzliche Grundlage. Bleibe beim Zweck: ein kurzer nächtlicher Halt während einer Bergtour, statt eines Ferienlagers neben einem Parkplatz. Art. 3 beschreibt das nächtliche Campieren mit Einrichtungen, darunter Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen. Das Zelt zu Hause zu lassen schafft kein allgemeines Recht, beliebiges erschlossenes Gelände zu besetzen.2
Auf der Nordseite gilt eine andere Regel
Nimm Tessins Ausnahme nicht über die Grenze mit. Hospentals aktuelle Bau- und Zonenordnung erlaubt in Art. 77a das Campieren nur auf bewilligten Campingplätzen und verbietet das Wildcampieren im ganzen Gemeindegebiet. Die Definition umfasst die Nutzung von Zelten, Wohnwagen, Wohnmobilen und ähnlichen Unterkünften. Der Artikel wurde am 23. April 2024 genehmigt. Er verändert die Antwort für ein Zelt auf Hospentaler Boden, auch oberhalb der Waldgrenze und ausserhalb der Siedlung.3
Das ist besonders wichtig, wenn du vom Pass nach Norden Richtung Urserental gehst oder einer Seenrunde folgst, die eine Gemeindegrenze überschreitet. Prüfe, in welcher Gemeinde dein Platz tatsächlich liegt, bevor du dort eine Nacht einplanst. Der Name Gotthard belegt nicht, dass ein Platz noch in Airolo liegt. Alpine Höhe setzt Hospentals ausdrückliches Verbot nicht ausser Kraft. Auch wenn ein Grundeigentümer dir seine Weide überlässt, hebt das diese öffentlich-rechtliche Regel nicht auf.13
Der aktuelle Hospentaler Nutzungsplanungstext enthält die ergänzte Campingbestimmung. Ihr gemeindeweites Verbot gilt heute auch im hochalpinen Gelände. Tessins Biwakausnahme endet an der Kantonsgrenze.3
Auch die Sanktionen unterscheiden sich. Im Tessin sieht Art. 27 des Campinggesetzes für Verstösse gegen das Gesetz eine vom Municipio verhängte Busse von CHF 50 bis 10'000 vor. Das ist ein gesetzlicher Strafrahmen für einen Verstoss und keine Gebühr für ein rechtmässiges Bergbiwak. Auf Hospentaler Boden bildet Art. 120 des Urner Planungs- und Baugesetzes den ordentlichen Strafrahmen für Verstösse gegen das Gesetz und darauf gestützte Erlasse, bis CHF 50'000. Diese Obergrenze ist keine übliche Campingbusse.23
Eine oft wiederholte pauschale Busse kann hier irreführen. Uris Ordnungsbussentatbestand zum Campieren betrifft Schutzzonen nach dem Naturschutzrecht. Er ist kein allgemeiner Tarif für Hospentals Campingartikel. Der Kanton erläutert selbst die getrennten kommunalen Verbote und die praktischen Schwierigkeiten einer Verfolgung im ordentlichen Verfahren. Nimm das Verbot ernst, ohne die höchste gesetzliche Obergrenze als Preis einer gewöhnlichen Übernachtung zu verstehen.3
Auch für ein Biwak ohne Zelt zählt der genaue Wortlaut. Hospentals Artikel bezieht sich auf das Campieren und auf Unterkünfte wie Zelte. Das reicht, um dort kein Zelt zu empfehlen. Daraus folgt aber keine belegte Aussage, dass jeder kurze Halt in einem Schlafsack denselben Tatbestand mit derselben Sanktion erfüllt. Wenn dein Vorhaben von dieser Unterscheidung abhängt, kläre den konkreten Ort und die Aktivität vorab mit der Gemeinde oder nutze eine Unterkunft.3
Weiden, Seen und Militärgelände einzeln beurteilen
Eine Biwakausnahme macht nicht jede flache Fläche zum Schlafplatz. Rund um die Hochebene kann scheinbar ebenes Gelände ein Strassenrand, eine bewirtschaftete Alp, eine nasse Mulde oder ein Seeufer sein. Landeskarte und Luftbilder zeigen, wie eng diese Nutzungen nebeneinanderliegen. Manche glatten Stellen an den kleinen Seen sind feuchter Uferboden statt trockenes Gras. Dort zu zelten schädigt den Ort und bietet schlechten Schutz für die Nacht, auch wenn eine Übersichtskarte kein Reservat zeigt.1
Am Strassenpass liegt kein eidgenössisches Jagdbanngebiet, keine Wildruhezone und kein Biotop von nationaler Bedeutung. Diese Aussage gilt nur für diesen Punkt. Sie erteilt keine Erlaubnis für die ganze Hochebene und entscheidet nicht über das Ufer eines anderen Sees. Prüfe an einem anderen Standort die Schutzgrenzen erneut, ebenso Gemeinde und lokale Nutzungsplanung. Feuchtgebiete, Bäche, Ufervegetation und andere natürliche Elemente können auch durch kommunale Planungsregeln geschützt sein.15
Airolos veröffentlichte Gemeinderegeln enthalten kein separates allgemeines Bergbiwakverbot. Der Sondernutzungsplan San Gottardo und die Bauordnung enthalten Landschafts- und Naturschutzbestimmungen. Sie schützen Elemente der Hochebene, ohne ein allgemeines Bergbiwakverbot zu schaffen. Ihr Zweck bleibt wichtig: Ausrüstung gehört nicht auf nassen Boden, die Vegetation bleibt unberührt, und du gräbst keine Mulde, baust keine Plattform und hinterlässt keinen Feuerring. Ein kleines Zelt für die Nacht darf nicht zum Eingriff in eine geschützte Landschaft oder zum Hindernis für andere Nutzungen werden.5
Militärgelände verlangt zusätzliche Vorsicht. Airolos lokale Planung enthält auf Teilen der Hochebene Militärzonen. Dass der Sachplan Militär auf der Passhöhe nichts zeigt, ist keine Freigabe für jedes Nachbargrundstück. Gebäude, Zufahrtswege, Einrichtungen und Absperrungen sind Gründe, einen anderen Ort zu wählen und die Schilder zu lesen. Ein flaches Grasstück neben militärischen Anlagen wird durch seine Lage oberhalb der Waldgrenze nicht zum geeigneten Ersatzschlafplatz.5
Östlich des Passes finden bei Val Torta und Posmeda zudem Schiessübungen statt. Die amtliche Anzeige für Oktober 2026 enthält eine Karte der Gefahrenbereiche rund um den Sektor Lago della Sella. Während des Schiessens ist der Zutritt verboten, den Wachen ist Folge zu leisten. Tagsüber kennzeichnen rot-weisse Fahnen oder Ballone die Gefahr, nachts Lampen. Beachte vor einer Tour dorthin die aktuelle Anzeige und Sperrungen. Diese Anzeige erklärt den Strassenpass selbst nicht zum gesperrten Schiessgebiet.6
Für Grundeigentum und Alpnutzung ist das Patriziato di Airolo die hilfreiche lokale Anlaufstelle. Seine amtliche Eigentumskarte zeigt umfangreiches Bergland rund um den Gotthard. Es betreut auch Alpen: Ein leeres Grasstück muss kein ungenutztes Land sein. Das Patriziatsreglement setzt keinen allgemeinen Bergcampingtarif fest und veröffentlicht keine offene Zeltregelung. Seine Bau- und Abfallvorschriften sind kein Ersatz für ein Campingverbot.7
Melde dich beim Patriziato unter +41 91 869 23 57 oder info@patriziatodiairolo.ch und schicke für eine bestimmte Weide einen Kartenpunkt. Frage, wer die Alp aktuell bewirtschaftet und ob dein Halt Weidebetrieb oder Zugang stört. Eine Zustimmung klärt die Nutzung dieses Bodens; sie setzt weder eine Schutzgebietsvorschrift noch ein Campingverbot jenseits der Grenze ausser Kraft. Einen publizierten Frankenbetrag für ein Zelt gibt es hier nicht.7
Der direkte Weg zu einer legalen Nacht auf dem Pass
Für eine Nacht am Gotthardpass selbst buchst du ein Bett. Gastro San Gottardo betreibt auf dem Pass das Hospiz, das Albergo San Gottardo und einen Schlafsaal. Das sind reale Schlafmöglichkeiten am Ziel, statt eines allgemeinen Verweises auf einen Campingplatz irgendwo im Tal. Der Betreiber veröffentlicht Buchungslinks und direkte Kontakte. Damit kannst du Öffnungszeiten, Verfügbarkeit und Ankunft klären, bevor du den Bus nimmst oder hinaufwanderst.4
Der Schlafsaal ist die einfache Lösung für Wandernde, die auf Passhöhe bleiben möchten, ohne ein Hotelzimmer zu wählen. Der aktuell publizierte Preis beträgt CHF 47.50 pro Person, dazu CHF 0.70 Kurtaxe ab dem angegebenen steuerpflichtigen Alter. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern. Lass dir den Gesamtbetrag für deine Gruppe und das Datum direkt bestätigen. Ein Bildschirmfoto ersetzt das nicht; auch eine Oktobernacht liegt nicht automatisch in der Betriebszeit.4
Der Kontakt lautet +41 91 869 12 35 und info@passosangottardo.ch. Nenne die gewünschte Unterkunft und deine erwartete Ankunft. Ein bestätigtes Bett ist auch ein klarer Plan B, falls Kälte, Regen oder Wind das Weitergehen in die Berge unvernünftig machen. Ein geschlossenes Gebäude oder ausgebuchter Schlafsaal schafft keine Erlaubnis, vor dem Eingang ein Zelt aufzustellen.4
Mit Zelt liegt die rechtliche Möglichkeit auf anderem geeignetem Berggelände im Tessin, innerhalb der Biwakausnahme. Gemeint ist ein trockener, ausreichend ebener Platz abseits der erschlossenen Passhöhe, ausserhalb geschützten Bodens und aktiver militärischer Sperrungen, mit Rücksicht auf die Alpnutzung. Hier wird kein bestimmtes Seeufer und keine Geländeterrasse empfohlen. Nasser Boden und konkurrierende Nutzungen liegen auf der Hochebene so nah beieinander, dass jeder Hinweis auf eine scheinbar flache Stelle falsche Sicherheit vermitteln würde.125
Ticino Turismos Route zu den Seen Orsino, Orsirora und Valletta zeigt, weshalb aus einer Tageswanderung leicht der Wunsch nach einer Übernachtung wird. Die Tourismusseite beschreibt eine Runde ab der Lucendro-Staumauer, verlangt Bergwanderausrüstung und nennt die Unterkünfte am Pass. Auch der Passbetreiber bewirbt die Seenrunde als Ausflug. Eine Wanderbeschreibung erschliesst das Gebiet. Sie erklärt die Seen weder zu Campingplätzen noch erteilt sie eine Erlaubnis für jedes Ufer.8
Wenn du draussen statt in einem Bett schlafen möchtest, plane dafür eine eigenständige Bergtour. Leg den genauen Platz fest, prüfe seine Regeln und halte eine Rückkehr zur Unterkunft offen, bevor du die Strassen verlässt. Komme nicht erst bei Dämmerung an einem See an, um dann aus fehlenden Schildern eine Erlaubnis abzuleiten. Die echte Ausnahme ist gerade deshalb nützlich, weil sie an ein Bergbiwak an geeignetem Ort mit kurzem Aufenthalt gebunden ist, statt an ein improvisiertes Lager überall, wo ein Auto halten kann.27
Den nächtlichen Halt klein halten
Die Lage oberhalb der Waldgrenze ersetzt keine vollständige Prüfung. Am Gotthard bleiben Verwaltungsgrenze, Bodennutzung und militärische Sperrungen auch auf kahlem Berggelände relevant. Halte den Fussabdruck eines rechtmässigen Tessiner Biwaks klein: zu Fuss ankommen, gegen Abend aufbauen, morgens einpacken und den Boden unverändert verlassen. Das entspricht dem Zweck eines Biwaks und verhindert ein Basislager, das die Alp tagsüber besetzt.2
Wähle trockenen, belastbaren Boden, ohne Steine zu Mauern zu verschieben oder Entwässerungsgräben zu ziehen. Meide Wasser, Ufervegetation, Ruheplätze des Viehs und Zufahrtswege. Nimm sämtliche Abfälle mit, auch Essensreste und Toilettenpapier. Das Reglement des Patriziato verbietet ausdrücklich, Abfälle auf seinem Land zurückzulassen. Eine abfallfreie Nacht nimmt zudem Rücksicht auf die Bewirtschaftenden und auf Besucher, die am nächsten Morgen kommen.57
Plane ohne offenes Feuer. Es hinterlässt Spuren und schafft ein Brandrisiko, und zeitweilige kantonale Feuerverbote können zusätzlich gelten. Auch ein Kocher braucht einen sicheren Untergrund und aktuelle Bedingungen, die seine Nutzung zulassen. Wenn eine warme Mahlzeit und Wärme im Mittelpunkt stehen, ist die Passunterkunft die bessere Wahl. Eine Picknickeinrichtung für den Tag erlaubt nicht automatisch das Übernachten in einem Zelt daneben.49
Beziehe schliesslich Gelände und Wetter vor dem Abend in deine Entscheidung ein. Ein flacher Platz auf dem Luftbild kann Wasser führen, eine geschützte Mulde Kaltluft sammeln. Auf Passhöhe können Wind, Frost und früher Schnee eine Herbsttour rasch verändern. Nimm Bergausrüstung mit und hab einen Plan B, der wirklich verfügbar ist. Fehlt ein sicherer, legaler und geeigneter Ort, kehre zur Passunterkunft zurück oder steige ab. Die Biwakausnahme verpflichtet dich nicht, sie zu nutzen.18
Allgemeine Regeln fürs Wildcampen
Der Strassenpass eignet sich nicht für eine Nacht draussen. Auf anderem Tessiner Berggelände kann die gesetzliche Biwakausnahme greifen; Grenzen, geschützte Elemente, Bodennutzung und aktuelle Militärsperrungen bleiben massgebend.
- Kein Feuer. Offenes Feuer hat in den Bergen nichts verloren. Ein Gaskocher reicht.
- Spät aufstellen, früh abbauen. Erst gegen Abend aufbauen, früh wieder weg. Ein Biwak ist eine Nacht, kein Basislager.
- Keinen Abfall zurücklassen. Alles, was du hochträgst, trägst du wieder runter, auch Bioabfall und WC-Papier.
- Mindestens 50 Meter Abstand zu jedem Gewässer fürs grosse Geschäft, damit du nicht verschmutzt, was Mensch und Vieh trinken.
- Klein und leise bleiben. Kleine Gruppe, kein Lautsprecher, keine Drohne, Hunde an der Leine, und das Wort des Alppersonals gilt.
Disclaimer
Diese journalistische Einschätzung verwendet amtliche Unterlagen, geprüft am 5. Oktober 2026. Sie ist keine Rechtsberatung, und wir rufen niemanden dazu auf, geltendes Recht zu verletzen.
Ein rechtmässiges Bergbiwak braucht geeigneten Boden und die Einhaltung aller Regeln. Eigentümer und Behörden können einen konkreten Standort klären; Öffnungszeiten, Preise und militärische Anzeigen können sich ändern.
Häufige Fragen
Kann ich auf der Passhöhe des Gotthards zelten?
Erlaubt das Tessin tatsächlich Bergbiwaks?
Kann ich auf die Hospentaler Seite ausweichen?
Wer beantwortet eine Frage zu einer bestimmten Weide?
Was kostet ein Schlafsaalbett auf dem Pass?
Quellen
- Swisstopo: Landeskarte, Luftbilder, Gelände, Gemeindegrenzen und eidgenössische Schutzflächen am Strassenpass. Punkt: 46.55931, 8.56116, Airolo TI, rund 2'107 m. map.geo.admin.ch. ↩
- Tessin: Art. 2 Abs. 1 und 2, Art. 3 und Art. 27 des Campinggesetzes, konsolidierter Stand 1. Januar 2024. Biwakausnahme und Strafrahmen CHF 50 bis 10'000. Ausführungsreglement: Zuständigkeit der Gemeinde. Legge sui campeggi, RL 943.100, Regolamento sui campeggi, RL 943.110. ↩
- Hospental: Art. 77a, Genehmigung 23. April 2024. Uri: Art. 120, ordentliche Strafobergrenze CHF 50'000; Ordnungsbussenziffer 2.1 betrifft Schutzzonen. Regierungsantwort vom 4. November 2025 zu kommunalen Campingverboten und Vollzug. Bau- und Zonenordnung Hospental, Planungs- und Baugesetz Uri, Ordnungsbussenreglement Uri, Regierungsrat Uri. ↩
- Betreiber der Passunterkünfte: Hotel, Hospiz, Schlafsaal, Buchung und Kontakt. Publizierter Schlafsaalpreis CHF 47.50 plus CHF 0.70 Kurtaxe; Öffnung und aktuelle Verfügbarkeit bestätigen. Gastro San Gottardo. ↩
- Amtliches Tessiner Nutzungsplanungsregister: aktueller Sondernutzungsplan San Gottardo und Bauordnung Airolo, Landschafts- und Naturschutz sowie Militärzonen. Kommunale Sammlung von Reglementen und Verordnungen. Piano particolareggiato San Gottardo, Regolamento edilizio Airolo, Comune di Airolo. ↩
- Schiessinformation der Schweizer Armee und aktuelle lokale Publikation für Oktober 2026 mit Gefahrenkarte beim Lago della Sella. Zutrittsbeschränkungen während des Schiessens und Weisungen der Wachen. Val Torta-Posmeda, Avviso di tiro ottobre 2026. ↩
- Amtliche Eigentumskarte, Reglement und Kontakt des Patriziato. Art. 24 betrifft Bauten, Art. 25 Abfälle; kein allgemeiner Bergcampingtarif. Alpbewirtschaftung und Anfragen zum genauen Boden. Patriziato di Airolo, Proprietà fondiarie, Regolamento del Patriziato di Airolo, Patriziato di Airolo. ↩
- Zielseiten zur konkreten Seenrunde und den Passausflügen. Wanderzugang, Bergausrüstung und Passunterkünfte; keine Ausweisung der Seeufer als Campingplätze. Laghetti di Orsino, Orsirora, Valletta, Gastro San Gottardo. ↩
- Kantonaler Forstdienst: Geltungsbereich absoluter Feuerverbote und Bedingungen für beaufsichtigte Kochgeräte. Aktueller Gefahrendienst des Bundes: kantonale Massnahmen sind massgebend. Vor dem Kochergebrauch aktuelle Einschränkungen prüfen. Sezione forestale Ticino, BAFU. ↩