Stand: 27. August 2026

Wildcampen auf den Eggstöcken

Auf den Eggstöcken gibt es keinen Platz für eine Nacht: drei Felstürme mit Klettersteig über Braunwald, steil bis auf den Grat. 44 Meter westlich des dritten beginnt ein Jagdbanngebiet des Bundes. Geh sie als Tagestour; der Fessis-Kessel 14 Kilometer östlich ist erlaubt.

Was heisst das?

Illegal Eine konkrete Regel verbietet es, meist mit Busse, und sie wird durchgesetzt. Schlaf woanders.

Nicht erlaubt Hier gibt es keinen echten Platz zum Zelten. Ein abgesperrtes Gelände, ein bebautes Gebiet oder nirgends sinnvoll zum Hinlegen, auch wenn keine Busse droht.

Kommt drauf an Du darfst hier schlafen, aber zuerst gilt eine Bedingung: den Grundeigentümer fragen, einen Platz buchen, in einer festen Zone bleiben oder statt Zelt nur biwakieren. Der Bericht sagt, welche.

Toleriert Keine Regel erlaubt oder verbietet es klar, aber eine einzelne Nacht wird in der Praxis akzeptiert und niemand schreitet ein. Üblich für hohe Biwaks über der Baumgrenze.

Legal Eine Nacht ist hier in Ordnung. Entweder erlaubt es eine Regel, oder wir haben alle Gesetze geprüft und nichts dagegen gefunden. Trotzdem: spät aufbauen, früh weg, keine Spuren.

Was "Wildcampen" hier heisst: eine Nacht. Ein kleines Zelt oder ein Biwaksack, am Abend hin, am Morgen weg. Kein Basislager, kein Camper. Die meisten Schweizer Verbote sind gegen das Campieren geschrieben. Ob eine einzelne Nacht auch darunter fällt, hängt am genauen Wortlaut, und genau den prüft dieser Artikel. Der ganze Unterschied: Wildcampen oder Biwakieren.

Drei Türme, zwei Kantone und 2'209 Messungen

Fang damit an, was die Eggstöcke wirklich sind, denn die Anfrage kommt meistens von einem Foto, und das Foto zeigt eine Skyline.

Das Landesverzeichnis führt hier drei Gipfel und einen Gratnamen, und die Kantonsgrenze läuft mitten hindurch:2

  • Vorder Eggstock, LV95 2'717'315 / 1'202'195, 2'448,9 m, Glarus Süd, Kanton Glarus.
  • Mittler Eggstock, LV95 2'716'842 / 1'202'242, 2'427,8 m, Glarus Süd.
  • Hinter Eggstock, LV95 2'716'613 / 1'202'102, 2'435,0 m, Muotathal, Kanton Schwyz.
  • Der Grat selbst, als "Eggstöck" kartiert, zieht bei 2'716'222 / 1'202'185 nach Westen ins Schwyzerland weiter.

Jetzt die Messung. Das Höhenmodell wurde auf einem 25-Meter-Raster über eine Box von 1'200 mal 1'200 Metern um die Gruppe abgetastet und die Neigung an jedem Knoten aus dem lokalen Gradienten berechnet. Das sind 2'209 Werte. Einer davon liegt bei 8 Grad oder weniger, und er sitzt auf dem Kopf des Hinter Eggstocks, 6,7 Grad auf 2'434,5 m. Behandle ihn wie jeden einzelnen flachen Wert inmitten steiler Werte: Das ist das Modell, das eine Turmspitze rundet, keine Terrasse.2

  • Vorder Eggstock: 15,5 Grad über ein 12,5-Meter-Fenster, 34,5 über 25 m, 47,5 über 50 m. Ein Gipfelblock.
  • Mittler Eggstock: 81,2 Grad. Das ist eine Wand.
  • Hinter Eggstock: 14,2, 39,4 und 50,4 Grad über dieselben drei Fenster.
  • Bester Wert 50 bis 100 m draussen: 8,3 Grad. 100 bis 200 m: 11,2. 200 bis 300 m: 13,8. 400 bis 500 m: 14,3.

Für diese Form hat dieses Journal eine Regel. Wenn es im Umkreis weniger Minuten keinen flachen, trockenen, sicheren Boden gibt, lautet die Antwort Nein, was immer das Recht sagt. Der Hundstein im Alpstein bekommt aus demselben Grund dieselbe Antwort. Die Eggstöcke sind ein Kletterziel mit einem Klettersteig darauf. Man geht hinauf, man schläft nicht darauf.

Vierundvierzig Meter bis zum Bundesbanngebiet

Das einzige harte Verbot in der Nähe dieses Grats ist ein Bundesverbot, und es liegt sehr nah. Das eidgenössische Jagdbanngebiet Nr. 9, "Silbern-Jägern-Bödmerenwald", zusammen mit dem BLN-Objekt 1601 "Silberen", deckt den Schwyzer Karst westlich des Grats. Die Grenze wurde von jedem Gipfel aus in Fünfzig-Meter-Schritten auf fünf Peilungen angelaufen und dann auf zwei Meter halbiert:1

  • 44 Meter westsüdwestlich des Hinter Eggstocks.
  • 317 Meter vom Mittler Eggstock.
  • 691 Meter vom Vorder Eggstock.

Alle drei Gipfel liegen ausserhalb. Vierundvierzig Meter, auf einem Grat, ohne Markierung im Gelände, sind aber kein Sicherheitsabstand, auf den sich jemand verlassen sollte.

"Das freie Zelten und Campieren ist verboten. Vorbehalten bleibt die Benutzung offizieller Zeltplätze. Die Kantone können Ausnahmen bewilligen."Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete (VEJ), SR 922.31, Art. 5 Abs. 1 lit. e.

Zwei Dinge zu diesem Satz. Er hat keinen Zonenvorbehalt, gilt also überall im Banngebiet, und Ausnahmen kann nur der Kanton bewilligen, kein Grundeigentümer und keine Alp winkt dich durch. Der Preis ist der Tarif, 150 Franken, Anhang 2 Ziff. 12005 der Ordnungsbussenverordnung, vor Ort ausgestellt. Ignoriere die kursierenden 20'000 Franken: Das ist die Obergrenze des Jagdgesetzes im ordentlichen Verfahren und nicht das, was eine campierende Person trifft. Dieses Journal hat die höhere Zahl selbst einmal publiziert und im Juli 2026 korpusweit korrigiert.1

Dasselbe Banngebiet von der anderen Seite. Zwei Artikel in dieser Sammlung liegen bereits darin, die Silberen und der Pragelpass, und beide sind aus genau diesem Grund verboten. Die Eggstöcke sind die Aussenkante desselben Polygons, weshalb die Distanz publiziert und nicht weggewinkt gehört.1

Auf der Glarner Seite hat es niemand verboten, und das gehört klar gesagt

Es wäre einfach, hier "nicht erlaubt" zu schreiben und weiterzugehen. Es wäre auch falsch. Auf den beiden Glarner Türmen gibt es auf keiner Ebene ein Verbot, und die Leserschaft hat ein Recht darauf zu wissen, dass das Urteil vom Boden kommt und nicht von einer Regel.

Kanton Glarus. Es gibt keine kantonale Wildcamping- oder Biwakbestimmung, und der Punkt mit dem meisten Gewicht ist an der richtigen Stelle negativ: Die Kantonale Ordnungsbussenverordnung enthält gar keinen Campingtatbestand. In einem Kanton, der Übertretungen per Katalog regelt, ist ein leerer Katalog etwa so stark, wie ein Negativbefund werden kann. Das Einführungsgesetz zum Zivilgesetzbuch, das Natur- und Heimatschutzgesetz und die Verordnung zum Auenobjekt Hinter Klöntal schweigen ebenso.3

Die Gemeinde Glarus Süd, die durchaus durchgreift. Das ist die Gemeinde, die es mit ihrem Vorgehen gegen Wildcamper in die nationalen Medien geschafft hat, die Lücke hier ist also kein Mangel an Willen. Ihr Instrument ist das richterliche Verbot nach Art. 258 ZPO, auf Gemeindeland erwirkt, im Amtsblatt publiziert und auf Antrag durchsetzbar. Es ist bewusst ortsspezifisch: Die Gemeinde sagt öffentlich, sie habe frequentierte Hotspots ausgewählt statt ein generelles Verbot zu erlassen. Die genannten Orte sind der Muttenchopf mit dem Muttsee- und Limmerngebiet, der Oberblegisee, der Panixerpass, Tierfed und das Klöntal.4

Braunwald und die Eggstöcke stehen auf keiner dieser Listen, und ein gemeindeweites Campierreglement ist nicht in Kraft. Ein aktueller Vorbehalt, der genannt gehört, weil er diesen Artikel ändern wird: In Glarus Süd liegt 2026 eine Gesamtrevision der Nutzungsplanung öffentlich auf. Eine öffentliche Auflage ist kein Gesetz, und nichts daraus gilt heute, aber dieses Urteil trägt aus gutem Grund ein Datum.4

Kanton Schwyz und Muotathal, für den westlichen Turm. Ausserhalb des Banngebiets gibt es auch dort nichts. Schwyz verbietet das Campieren nur in den sechs Pflanzenschutzgebieten des Anhangs zum Natur- und Heimatschutzgesetz und in den elf kantonalen Naturschutzgebieten, von denen hier keines liegt, und das Baureglement Muotathal liefert null Treffer für Zelt, Campier, Camping und Biwak gegen lebende Kontrollwörter. Beide Befunde wurden für die Artikel Fulen und Pragelpass dieser Sammlung erarbeitet und gelten an diesem Grat.5

Was da oben wirklich ist, und wo der Boden wieder funktioniert

Das ist bahnerschlossenes Gelände, und das ändert, was eine Nacht draussen hier bedeutet. Das Berggasthaus Gumen liegt auf 1'906 m, 853 Meter südsüdöstlich der Gruppe, daneben die Sesselbahn Kleiner Gumen. Das Ortstockhaus steht auf 1'772 m, 1'338 m südsüdwestlich. Braunwald selbst, autofrei und per Standseilbahn erreichbar, liegt auf 1'302 m und 2'814 m entfernt, die Bächitaler Sesselbahn 1'628 m ostnordöstlich. An einem Sommerwochenende sind die Eggstöcke ein gut besuchtes Klettersteigziel und keine ruhige Ecke.2

Wo funktioniert der Boden wieder? Nicht in der Nähe. Der beste Wert im ganzen Band 500 bis 700 Meter liegt bei 10,6 Grad, bei LV95 2'717'175 / 1'202'725, 1'879,6 m, also 575 Meter entfernt und 570 Meter tiefer, im oberen Bächital. Das ist Skigelände unterhalb der Waldgrenze, und dieses Journal empfiehlt keinen Lagerplatz unterhalb der Waldgrenze ohne die Erlaubnis eines benannten Grundeigentümers für genau diesen Boden. Die ehrliche Antwort ist also: Der Grat hat keinen Biwakplatz, und der Hang darunter ist auch keiner.2

Wer in Glarus Süd draussen schlafen will, geht nach Osten. Der nächste Ort dieser Sammlung, der zugleich rechtmässig und wirklich lagerbar ist, ist der Fessis-Kessel auf rund 2'170 m, gut 14 Kilometer östlich am Fuss des Gufelstocks, ein weites Seelibecken oberhalb der Waldgrenze mit dem Urteil erlaubt. Die Wichlenmatt am Ende des Sernftals auf 2'047 m ist der andere. Beides ist ein anderer Tag, und beides funktioniert.

Mach die Eggstöcke als Tagestour. Von Braunwald oder vom Gumen hinauf, der Klettersteig über die drei Türme und wieder hinunter. Das ist einer der besseren halben Tage im Kanton, und es kostet dich nichts, bis zur Dämmerung woanders zu sein.

Anstand, der kein Gesetz ist. Das Merkblatt des Alpen-Clubs ist der Massstab: Eine einzelne rücksichtsvolle Nacht einer kleinen Gruppe oberhalb der Waldgrenze ist in der Regel unproblematisch, und ein Notbiwak ist immer erlaubt. Die zweite Hälfte ist an einem solchen Grat der realistische Fall, und sie ist eine andere Frage als ein geplantes Lager.6

  • Auf keinem der drei Türme. Ein Knoten von 2'209 liegt unter 8 Grad, und der ist ein Modellartefakt auf einer Turmspitze2.
  • Nicht westlich des Hinter Eggstocks. Das eidgenössische Jagdbanngebiet Nr. 9 beginnt 44 Meter weiter, freies Zelten verboten, 150 Franken1.
  • Auch nicht im oberen Bächital auf 1'880 m. Das ist der nächste Boden unter 11 Grad, und es ist bahnerschlossenes Skigelände unterhalb der Waldgrenze2.
  • Der Fessis-Kessel, rund 2'170 m, 14 km östlich in derselben Gemeinde, ist erlaubt und ein echter Lagerplatz.
  • Die Wichlenmatt, 2'047 m am Ende des Sernftals, dieselbe Gemeinde, ebenfalls erlaubt und flach.

Allgemeine Regeln fürs Wildcampen

Nichts davon ist Gesetz, und an diesem Grat ist das Gesetz nicht das, was dich aufhält. Es lohnt sich trotzdem, denn Glarus Süd entscheidet jedes Jahr neu, ob es weiter mit ortsspezifischen Verboten arbeitet oder ein generelles erlässt. Wie das ausgeht, hängt davon ab, wie sich die Leute an den Orten benehmen, die noch offen sind.

  • Kein Feuer. Offenes Feuer hat in den Bergen nichts verloren. Ein Gaskocher reicht.
  • Spät aufstellen, früh abbauen. Erst gegen Abend aufbauen, früh wieder weg. Ein Biwak ist eine Nacht, kein Basislager.
  • Keinen Abfall zurücklassen. Alles, was du hochträgst, trägst du wieder runter, auch Bioabfall und WC-Papier.
  • Mindestens 50 Meter Abstand zu jedem Gewässer fürs grosse Geschäft, damit du nicht verschmutzt, was Mensch und Vieh trinken.
  • Klein und leise bleiben. Kleine Gruppe, kein Lautsprecher, keine Drohne, Hunde an der Leine, und das Wort des Alppersonals gilt.

Disclaimer

Dieser Artikel gibt meine Recherche und Einschätzung nach bestem Wissen wieder, Stand August 2026. Er stützt sich auf die unten verlinkten öffentlich zugänglichen und amtlichen Quellen. Er ersetzt keine Rechtsberatung und ist keine verbindliche Auskunft über die aktuelle Rechtslage.

Das Urteil ist ein Geländeurteil für die drei Gipfel und den Grat dazwischen. Es behauptet nicht, dass eine Übernachtung auf den beiden Glarner Türmen rechtswidrig wäre, und es behauptet, dass eine im eidgenössischen Jagdbanngebiet westlich des Hinter Eggstocks es ist: Diese Grenze liegt 44 Meter vom Westgipfel und ist im Gelände nicht markiert. Die Aussage zu Glarus Süd trägt ein Datum, weil die Gemeinde 2026 eine Gesamtrevision der Nutzungsplanung öffentlich aufliegen hat und heute mit ortsspezifischen richterlichen Verboten vollzieht, die jederzeit erweitert werden können. Prüfe vor jeder Tour die aktuellen Quellen selbst und befolge Anweisungen vor Ort. Ein echtes Notbiwak in einer Notlage ist eine andere Frage als ein geplantes Lager. Wer draussen übernachtet, trägt die Verantwortung für sein Verhalten und allfällige Folgen selbst. Hikebeast, Leon Helg und die Saftladen GmbH übernehmen keine Haftung für Entscheidungen auf Basis dieses Textes und rufen niemanden dazu auf, geltendes Recht zu brechen.

Häufige Fragen

Ist Wildcampen auf den Eggstöcken erlaubt?
Wir raten davon ab, auf der Glarner Seite aber nicht wegen eines Verbots. Die beiden östlichen Türme liegen in Glarus Süd, wo es keine kantonale Campingnorm, keinen Campingtatbestand in der kantonalen Ordnungsbussenverordnung und kein in Kraft stehendes gemeindeweites Campierreglement gibt. Die Antwort lautet trotzdem Nein, weil ein 25-Meter-Raster über 1,4 Quadratkilometer genau einen Knoten mit 8 Grad oder flacher liefert und dieser Knoten das Höhenmodell ist, das eine Turmspitze rundet. Es gibt keinen Platz fürs Zelt. Der westliche Turm liegt im Kanton Schwyz, und 44 Meter dahinter beginnt das eidgenössische Jagdbanngebiet.
Wie nahe ist das eidgenössische Jagdbanngebiet?
44 Meter westsüdwestlich des Hinter Eggstocks. Das ist das eidgenössische Jagdbanngebiet Nr. 9 Silbern-Jägern-Bödmerenwald, das hier auch das BLN-Objekt 1601 Silberen trägt. Die Distanz wurde in 50-Meter-Schritten angelaufen und auf zwei Meter halbiert, vom Mittler Eggstock sind es 317 m und vom Vorder Eggstock 691 m. Im Banngebiet verbietet Art. 5 Abs. 1 lit. e der Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete das freie Zelten und Campieren ohne Zonenvorbehalt, Ausnahmen kann nur der Kanton bewilligen, und die Ordnungsbusse beträgt 150 Franken nach Anhang 2 Ziff. 12005 der Ordnungsbussenverordnung.
In welchem Kanton liegen die Eggstöcke?
In beiden. Der Vorder Eggstock auf 2'448,9 m und der Mittler Eggstock auf 2'427,8 m liegen in Glarus Süd, Kanton Glarus. Der Hinter Eggstock auf 2'435,0 m liegt in Muotathal, Kanton Schwyz, und der Grat zieht als kartierter Eggstöck nach Westen ins Schwyzerland weiter. Keiner der beiden Kantone verbietet das Campieren auf diesem Boden ausserhalb des Bundesbanngebiets: Glarus hat keinen Campingtatbestand im Ordnungsbussenkatalog, und Schwyz verbietet es nur in seinen benannten Pflanzen- und Naturschutzgebieten, von denen hier keines liegt.
Verbietet Glarus Süd das Wildcampen nicht?
An benannten Orten, und diese gehören nicht dazu. Die Gemeinde vollzieht mit richterlichen Verboten nach Art. 258 ZPO, auf Gemeindeland erwirkt und im Amtsblatt publiziert, am Muttenchopf mit dem Muttsee- und Limmerngebiet, am Oberblegisee, am Panixerpass, in Tierfed und im Klöntal. Sie sagt öffentlich, sie habe bewusst frequentierte Hotspots gewählt statt ein generelles Verbot, und ein gemeindeweites Campierreglement ist nicht in Kraft. Braunwald und die Eggstöcke stehen auf keiner der Listen. 2026 liegt eine Gesamtrevision der Nutzungsplanung öffentlich auf, diese Antwort trägt deshalb ein Datum.
Wo soll ich stattdessen schlafen?
Woanders in derselben Gemeinde. Der nächste Boden unter 11 Grad liegt 575 Meter entfernt und 570 Meter tiefer, auf rund 1'880 m im oberen Bächital, und das ist bahnerschlossenes Skigelände unterhalb der Waldgrenze und keine Empfehlung. Der Fessis-Kessel auf rund 2'170 m, 14 Kilometer östlich am Fuss des Gufelstocks, ist erlaubt und ein echter Lagerplatz, und die Wichlenmatt auf 2'047 m am Ende des Sernftals ebenso. Mach die Eggstöcke als Tagestour von Braunwald oder vom Gumen und schlaf dort, wo der Boden funktioniert.
Leon Helg

Leon Helg

Schweizer Filmemacher und Softwareentwickler. Verbringt seine freie Zeit in den Schweizer Alpen und kartiert seine Lieblingsspots für Hikebeast. Postet als @leon.helg auf Instagram und TikTok.

Quellen

  1. Amtliche Bundesgeodaten, abgefragt am 27. August 2026 an allen drei Gipfeln. Am Vorder Eggstock (2'717'315 / 1'202'195), am Mittler Eggstock (2'716'842 / 1'202'242) und am Hinter Eggstock (2'716'613 / 1'202'102) liefert jedes Inventar ein wirklich leeres Ergebnis: kein Jagdbanngebiet, keine Wildruhezone, kein BLN, kein Park von nationaler Bedeutung, keine Aue, kein Moor und keine Moorlandschaft, kein Amphibienlaichgebiet, keine Trockenwiese. Ein Punkt 400 m westsüdwestlich des Hinter Eggstocks liefert dagegen sowohl das eidgenössische Jagdbanngebiet "Silbern-Jägern-Bödmerenwald" als auch das BLN-Objekt 1601 "Silberen". Die Grenze wurde von jedem Gipfel aus in 50-Meter-Schritten auf den Peilungen 240 bis 300 angelaufen und auf zwei Meter halbiert: 44 m auf Peilung 240 vom Hinter Eggstock, 317 m vom Mittler Eggstock und 691 m vom Vorder Eggstock. Geprüft mit einem Kontrolllayer (ch.bafu.this-layer-does-not-exist), der in jedem Durchgang als HTTP 400 sichtbar wurde, und einer Positivkontrolle bei 2'626'000 / 1'154'500, die wie erwartet das Jagdbanngebiet Kiental lieferte. Im Banngebiet verbietet Art. 5 Abs. 1 lit. e VEJ SR 922.31 das freie Zelten und Campieren, und Anhang 2 Ziff. 12005 OBV SR 314.11 tarifiert es mit 150 Franken unter Verweis auf Art. 18 Abs. 1 lit. e in Verbindung mit Abs. 3 JSG SR 922.0; die oft zitierten 20'000 Franken sind die Obergrenze des ordentlichen Verfahrens nach dem Jagdgesetz. map.geo.admin.ch.
  2. swisstopo swissBOUNDARIES3D Gemeindegeometrie, auf das aktuelle Jahr gefiltert, das Landesverzeichnis der geografischen Namen und das Höhenmodell swissALTI3D, abgefragt am 27. August 2026. Gipfel und Gemeinden: Vorder Eggstock LV95 2'717'315 / 1'202'195, 2'448,9 m, Glarus Süd (GL); Mittler Eggstock 2'716'842 / 1'202'242, 2'427,8 m, Glarus Süd (GL); Hinter Eggstock 2'716'613 / 1'202'102, 2'435,0 m, Muotathal (SZ); Gratname "Eggstöck" 2'716'222 / 1'202'185, Muotathal (SZ). Neigung aus dem lokalen Gradienten über drei Fenster: Vorder Eggstock 15,5 Grad bei 12,5 m, 34,5 bei 25 m, 47,5 bei 50 m; Mittler Eggstock 81,2 bei 12,5 m; Hinter Eggstock 14,2, 39,4 und 50,4. Gelände auf 25-Meter-Raster über eine Box von 1'200 mal 1'200 m um 2'716'950 / 1'202'150 abgetastet: 2'209 Knoten, davon genau einer mit 8 Grad oder weniger, und zwar die Scheitelzelle des Hinter Eggstocks mit 6,7 Grad auf 2'434,5 m. Beste Werte nach Distanzband ab Gruppenmitte: 8,3 Grad bei 50 bis 100 m, 11,2 bei 100 bis 200 m, 13,8 bei 200 bis 300 m, 14,3 bei 400 bis 500 m und 10,6 Grad bei 2'717'175 / 1'202'725, 1'879,6 m, im Band 500 bis 700 m. Bezugspunkte: Berggasthaus Gumen 1'906,0 m in 853 m südsüdöstlich mit der Sesselbahn Kleiner Gumen daneben, Ortstockhaus 1'772,4 m in 1'338 m, Sesselbahn Bächital 1'684,5 m in 1'628 m, Braunwald 1'302,3 m in 2'814 m, Bösbächistock 2'657,9 m in 2'138 m. map.geo.admin.ch.
  3. Kanton Glarus, kantonale Gesetzessammlung, vollständig bezogen und mit pro Erlass gezählten Kontrollbegriffen durchsucht. Es gibt keine kantonale Wildcamping- oder Biwakbestimmung. Der entscheidende Negativbefund ist die Kantonale Ordnungsbussenverordnung III F/1/1, 18'822 Zeichen ohne jeden Campingtatbestand: In einem Kanton, der Übertretungen per Katalog erfasst, ist ein leerer Katalog der stärkste einzelne Negativbefund, den es gibt. Ebenfalls gelesen und stumm: das Einführungsgesetz zum Zivilgesetzbuch III B/1/1 (196'585 Zeichen), das Gesetz über den Natur- und Heimatschutz IV G/1/1 (17'184 Zeichen) und die Verordnung zum Auenobjekt Hinter Klöntal IV G/5/4 (8'136 Zeichen). Zu beachten: Der Host ist gesetze.gl.ch ohne www-Präfix. gesetze.gl.ch.
  4. Gemeinde Glarus Süd, konsultiert am 27. August 2026. Die Gemeinde publiziert weder ein Polizei- noch ein Campingreglement, und kein gemeindeweites Campierreglement ist in Kraft. Ihr Instrument gegen das Wildcampen ist das richterliche Verbot nach Art. 258 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, für Gemeindeland erwirkt, im kantonalen Amtsblatt publiziert und vor Ort angeschlagen, mit Bussen bis 2'000 Franken auf Antrag. Die Gemeinde hält öffentlich fest, dass sie auf eigenem Land solche Verbote erlassen kann, während sie sie anderen Eigentümern nur empfehlen kann, und dass sie bewusst frequentierte Hotspots gewählt hat statt eines generellen Verbots. Genannt sind der Muttenchopf mit dem Muttsee- und Limmerngebiet, der Oberblegisee, der Panixerpass, Tierfed und das Klöntal; die Gemeinde verweist zudem auf organisierte Alternativen wie das mietbare Basecamp am Panixerpass. Braunwald und die Eggstöcke erscheinen auf keiner dieser Listen. Eine Gesamtrevision der Nutzungsplanung liegt 2026 öffentlich auf und ist nicht in Kraft; dieses Urteil trägt entsprechend ein Datum. glarus-sued.ch.
  5. Kanton Schwyz und Gemeinde Muotathal, für die Artikel Fulen und Pragelpass dieser Sammlung erarbeitet und hier angewendet. Schwyz verbietet das Campieren nur in den sechs Pflanzenschutzgebieten des Anhangs zum Natur- und Landschaftsschutzgesetz und in den elf kantonalen Naturschutzgebieten, von denen keines an diesem Grat liegt. Das Baureglement Muotathal, genehmigt am 2. Juli 2013, liefert null Treffer für Zelt, Campier, Camping und Biwak gegen lebende Kontrollwörter (verboten 1, untersagt 2, Busse 1). Ausserhalb des eidgenössischen Jagdbanngebiets Nr. 9 besteht am Hinter Eggstock daher auch kein Schwyzer Verbot. Siehe auch die Berichte Silberen und Pragelpass, beide innerhalb desselben Banngebiets und beide aus diesem Grund als verboten eingestuft. sz.ch.
  6. Schweizer Alpen-Club SAC, Merkblatt "Campieren und Biwakieren in den Schweizer Bergen". Zitiert: "Ansonsten ist eine einzelne Übernachtung einer kleinen Anzahl Personen im Gebirge oberhalb der Waldgrenze in der Regel unproblematisch, wenn sie rücksichtsvoll erfolgt. Zudem ist ein Notbiwak grundsätzlich erlaubt." Und: "Übernachte nicht zu nahe bei Hütten und beweideten Alpen oder erkundige dich, ob eine Übernachtung in der Nähe möglich ist." Orientierung und Anstand, kein Gesetz. Dazu Art. 699 ZGB SR 210, ein Zutrittsrecht zu Wald und Weide im ortsüblichen Umfang und nie ein Recht zu übernachten. sac-cas.ch.