Wildcampen auf dem Abgschütz
Der Abgschütz ist der Wanderpass auf 2'229 m, wo der Weg von Melchsee-Frutt über den Grat ins Seefeldbecken kippt, 1 h 30 über der Bahn. Obwalden verlangt für eine Nacht keine Bewilligung, aber der Pass ist beweidete Alp, und die Eigentümerin will vorher gefragt werden. Mit einem Ja trägt das trockene Gras westlich der Hütte ein Zelt.
Was heisst das?
Illegal Eine konkrete Regel verbietet es, meist mit Busse, und sie wird durchgesetzt. Schlaf woanders.
Nicht erlaubt Hier gibt es keinen echten Platz zum Zelten. Ein abgesperrtes Gelände, ein bebautes Gebiet oder nirgends sinnvoll zum Hinlegen, auch wenn keine Busse droht.
Kommt drauf an Du darfst hier schlafen, aber zuerst gilt eine Bedingung: den Grundeigentümer fragen, einen Platz buchen, in einer festen Zone bleiben oder statt Zelt nur biwakieren. Der Bericht sagt, welche.
Toleriert Keine Regel erlaubt oder verbietet es klar, aber eine einzelne Nacht wird in der Praxis akzeptiert und niemand schreitet ein. Üblich für hohe Biwaks über der Baumgrenze.
Legal Eine Nacht ist hier in Ordnung. Entweder erlaubt es eine Regel, oder wir haben alle Gesetze geprüft und nichts dagegen gefunden. Trotzdem: spät aufbauen, früh weg, keine Spuren.
Was der Abgschütz ist: ein Grat mit einer Felswand auf der einen Seite und drei Gemeinden darauf
Wildcampen auf dem Abgschütz ist eine Frage, die man sich am Wegweiser stellt, wo drei markierte Wege zusammenkommen: nach Osten über den Blausee zurück nach Melchsee-Frutt, nach Westen dem Grat entlang an der Schutzhütte vorbei und hinunter zum Seefeldsee, nach Süden den Rücken hinauf zum Hochstollen. Der Pin, LV95 2'660'873 / 1'181'336, ist diese Verzweigung, 2'229 m laut Höhendienst des Bundes. Die Karte druckt zwei Höhen, und beide stimmen: 2'229 m ist der Wegweiser, 2'263 m der Graskopf 130 m westsüdwestlich, an dem der Alpenclub den Namen festmacht.3
Der Grat läuft von Ost nach West, und seine ganze Nordseite ist eine rund 150 m hohe Kalkwand, die ins Becken des Sachsler Seefelds abbricht; die Gemeindegrenze zwischen Kerns und Sachseln läuft der Oberkante dieser Wand entlang, 79 m nördlich des Wegweisers, und die Schutzhütte steht 13 m auf der Kernser Seite davon. Südlich des Grats liegt die Alpweide der Fruttseite, alles über der Waldgrenze, im Sommer mit Vieh. Der Wegweiser selbst steht auf einem 22-Grad-Grashang mit einem Schuttfächer zwischen ihm und der Hütte: kein Platz. Von 529 Zellen in einem 300-m-Quadrat liegen nur zwölf unter 10 Grad, und alle auf der Gratterrasse westlich der Hütte oder in der Mulde hinter dem Kopf.35
Die dritte Gemeinde ist die, auf die es für die Wildruhezone ankommt. Kerns, Sachseln und Lungern treffen sich in einem einzigen Punkt 200 m westlich des Wegweisers, am Westende dieser Terrasse, und von dort läuft die Grenze Kerns/Lungern nach Süden den Rücken entlang Richtung Hochstollen. Alles, was du vom Pass aus nach Westen und Südwesten siehst, die Hänge des Kleinmelchtals unter dem Chringengrätli und die Westflanke des Hochstollenrückens, ist Lungern. Dort wohnt die Wildruhezone.34
Obwalden hat die Erlaubnis ins Gesetz geschrieben, und Kerns wiederholt sie
Das Gesetz ist das Gesetz über das Campieren vom 4. Dezember 2014, GDB 971.4, in Kraft seit dem 1. März 2015 und, am 16. September 2026 erneut gelesen, unverändert: keine Änderung, keine künftige Fassung. Es ist in zwei Schritten gebaut. Artikel 6 stellt die Regel auf, und die ist ein Verbot: Das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen zum Campieren ausserhalb behördlich bewilligter Campingplätze ist nicht gestattet. Artikel 8 schneidet dann die Ausnahme heraus, und das ist der ganze Artikel in einem Satz:1
«Zum einmaligen Übernachten darf ein Zelt, ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil ohne Bewilligung ausserhalb bewilligter Campingplätze aufgestellt werden, wenn keine öffentlichen oder privaten Interessen beeinträchtigt werden.»Gesetz über das Campieren des Kantons Obwalden, GDB 971.4, Art. 8 Abs. 1.
Lies die Marginalie, nicht nur den Satz. Artikel 8 ist mit «Einmaliges Übernachten» überschrieben, es ist also eine Erlaubnis für eine Nacht und keine Campingerlaubnis; die zweite Nacht am selben Ort fällt direkt wieder unter Artikel 6, und Artikel 11 bestraft das Campieren ohne Bewilligung und wiederholte Verstösse gegen das Verbot mit Busse. Das Gesetz nennt keinen Betrag, und dieser Artikel tut es auch nicht. Das Gesetz kennt auch das Wort Biwak überhaupt nicht: Eine Nacht ohne Zelt ist nicht das, was Artikel 6 verbietet, und das Zelt deckt Artikel 8 ohnehin ab.1
Kerns liest das Gesetz nicht eng. Der Eintrag «Campieren ausserhalb Campingplatz» im Online-Schalter der Gemeinde wiederholt das Verbot und zählt dann die Ausnahmen auf, die Einmal-Regel darunter, im Wortlaut des Gesetzes: «zum einmaligen Übernachten darf ein Zelt, ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil ohne Bewilligung ausserhalb bewilligter Campingplätze aufgestellt werden, wenn keine öffentlichen oder privaten Interessen beeinträchtigt werden.» Die Gemeinde veröffentlicht 46 Reglemente, keines davon ein Polizei-, Camping- oder Ordnungsbussenreglement; die dreizehn, die eine Klausel tragen könnten, wurden nach Entfernung der Silbentrennung mit Kontrollbegriffen gelesen, und die einzigen Campingwörter der ganzen Sammlung sind ein Campierverbot auf den Schulsportplätzen und das Wort «Zelt» für einen Marktstand. Dasselbe gilt für Sachseln und Lungern, deren Reglemente geprüft wurden, weil ihre Grenzen so nah verlaufen. Die Mitteilung des Kantons vom Juni 2025 zeichnet dasselbe Bild: Ausserhalb von Schutzgebieten ist eine Nacht erlaubt, in ihnen gilt ein absolutes Verbot.28
Ein Vorbehalt mit Datum: Am 26. März 2026 hat der Kantonsrat mit 48 zu 2 Stimmen ein Postulat überwiesen, das die einmalige Übernachtung im Wohnwagen und Wohnmobil einschränken will; Wandernde mit Zelt sollen laut Postulat weiterhin übernachten dürfen. Der Regierungsrat will in seiner Antwort vom 3. März 2026 auch die Nacht im Zelt überprüfen. Eine Gesetzesvorlage gab es bis zum 29. September 2026 nicht; Artikel 8 gilt unverändert, prüfe aber vor der Tour die Gesetzessammlung.141
Die Wildruhezone beginnt am Dreigemeindepunkt, 200 m westlich, und nur im Winter
Am Pin und an jeder Kandidatenzelle liefert die eidgenössische Identify-Abfrage nichts: kein Jagdbanngebiet, keine Wildruhezone, kein BLN-Objekt, kein Moor, Flachmoor, keine Aue, kein Amphibienobjekt, kein Waldreservat, kein Park, kein militärischer Perimeter, bei jedem Lauf mit HTTP 400 auf die Kontrolle mit ungültiger Ebene und einem Treffer der Positivkontrolle im Banngebiet Kiental. Das nächste eidgenössische Objekt mit Campingverbot ist das Jagdbanngebiet Hutstock, 4'234 m nordöstlich in derselben Gemeinde, wo das freie Zelten durch Bundesverordnung verboten ist, was immer der Kanton erlaubt.39
Das Objekt, das diesen Grat erreicht, ist kantonal. Die Wildruhezone Gibel - Kleines Melchtal (Nr. 17.1) hat ihren nächsten Punkt 201 m westnordwestlich des Wegweisers, und dieser Punkt ist der Dreigemeindepunkt selbst: Der Perimeter der Zone folgt von dort der Grenze Kerns/Lungern nach Süden, die ganze Zone liegt also in Lungern, und weder der Pass noch die Hütte noch die Terrasse liegen darin. Das eidgenössische Verzeichnis führt sie als rechtsverbindlich, gestützt auf den Regierungsratsbeschluss vom 21. Januar 2014 und die Genehmigung des Kantonsrats vom 20. März 2014. Was sie verbietet, ist nicht das Campieren. Das kantonale Reglement dahinter sagt es in einem Artikel:4
«Die Wildruhezonen dürfen in der Zeit vom 1. Dezember bis 30. April, die Wildruhezonen Nr. 1 bis 7 vom 1. Dezember bis 15. Juli nur auf den in den Plänen der Wildruhezonen gekennzeichneten Wegen betreten werden. Das Verlassen dieser Wege ist untersagt.»Reglement über die kantonalen Wildruhezonen des Kantons Obwalden, Anhang 1 zum GDB 651.150, Art. 3 «Weggebot». Nr. 17 gehört nicht zu den Nr. 1 bis 7.
Zwischen dem 1. Dezember und dem 30. April ist ein Zelt auf der Lungerer Seite des Grats also ein Zelt abseits eines markierten Wegs, und die eidgenössische Ordnungsbussenverordnung setzt das mit 150 Franken an; die Zone verbietet ausserdem Starts und Landungen und nimmt Hunde an die Leine. Ausserhalb dieses Fensters verlangt die Zone gar nichts. In der Wandersaison zählt die Linie nur aus Rücksicht, und als der Grund, warum die Terrasse östlich des Dreigemeindepunkts der Platz ist und die Hänge westlich davon nicht.49
Wem der Boden gehört, und was die Klausel der privaten Interessen hier heisst
Der Kataster legt Pass, Hütte und Terrasse in eine einzige Parzelle, Kerns Nr. 1313, 638 Hektaren, und liest sie als Alpwirtschaftszone: Alpweide, mit dem regionalen Landschaftsschutzgebiet Melchsee-Frutt-Tannen über Wegweiser und Hütte, aber nicht über der Terrasse, und einer überlagernden Gefahrenzone. Alle 134 Flächenbeschränkungen der Parzelle wurden geprüft; keine ist eine Naturschutzzone, und das Landschaftsschutzgebiet ist eine Bau- und Terrainregel ohne ein Wort über Zutritt oder eine Nacht im Freien. Die beiden Naturobjekte der Gegend, das Flachmoor und das Amphibienlaichgebiet «Sachsler Seefeld», beginnen 690 m nördlich, in Sachseln, unter der Wand, und die Sachsler Seite des Grats ist ohnehin von ihrer Eigentümerin gesperrt: Die Korporation Sachseln hat am 22. Juni 2026 eine Mitteilung veröffentlicht, die das Übernachten und Campieren auf dem ganzen Weidegebiet Seefeld verbietet. Ein Grund mehr, warum der Platz südlich des Gratwegs liegt, 17 m innerhalb von Kerns, und nicht auf der Wandoberkante an der Linie.5613
Obwalden veröffentlicht im Kataster keine Eigentümernamen. Die Seite von Melchsee-Frutt sagt, die drei Alpen des Plateaus, Aa, Melchsee und Tannalp, gehörten «hauptsächlich» der Alpgenossenschaft Kerns ausserhalb der steinernen Brücke, zusammen 2'053 Hektaren, und die eigene Weidekarte der Genossenschaft für die Hochalp Aa zieht ihre Umrisslinie um den ganzen Pass, die Schutzhütte und den Tümpel, an dem im Sommer das Vieh trinkt. Der Pass ist beweidete Alp dieser Eigentümerin. Der Zelt-Flyer des Plateaus, im Juli 2026 unter frutt.ch erschienen, dem Bahnbetrieb der Korporation Kerns an der Adresse der Alpgenossenschaft, erlaubt eine Nacht in der signalisierten Zone bei der Talstation Balmeregg und sagt dann: «Ausserhalb der signalisierten Zone braucht es das Einverständnis des jeweiligen Landbesitzers.» Er bittet um Nachtruhe ab 22.00 Uhr und hält fest: «Widerhandlungen gegen das Campinggesetz des Kantons Obwalden können durch die Grundeigentümerin an die zuständige Strafbehörde zur Anzeige gebracht werden.»7
Der Abgschütz liegt ausserhalb dieser Zone, 3 km von ihr entfernt, auf der Weide derselben Eigentümerin, und der Satz zum Einverständnis gilt damit auch hier: Eine Nacht auf dem Pass braucht das Ja der Alpgenossenschaft, bevor du losgehst. Das ist kein zweites Verbot. Artikel 8 verlangt keine Bewilligung, gilt aber nur, solange keine privaten Interessen beeinträchtigt werden, und ein Zelt auf beweideter Alp, deren Eigentümerin gefragt werden will, beeinträchtigt eines. Ob sie eine Nacht hier oben erlaubt, ist nicht veröffentlicht, ein Preis ebenso wenig. Korrigiert am 2. Oktober 2026: Eine frühere Fassung dieses Reports zitierte das Merkblatt des Plateaus von 2021, das keinen Satz zum Einverständnis enthielt, und behandelte den Pass, als bräuchte es niemandes Ja.71
Frag die Alpenverwaltung vor der Tour: Korporation und Alpgenossenschaft Kerns a.d.st. Brücke, Sarnerstrasse 1, 6064 Kerns, 041 666 31 00, info@alpgenossenschaft-kerns.ch. Das Büro ist am Montag, Donnerstag und Freitag offen. Nenn den Platz, und nimm ein Nein als Antwort. Die ganze Regel des Plateaus, mit der Zone Balmeregg: Wildcampen in Kerns.7
Wo du legal schlafen kannst
- Mit dem Ja der Eigentümerin: das trockene Gras westlich der Hütte, LV95 2'660'767 / 1'181'407 (WGS84 46.78107 N, 8.23437 E), 2'226 m, unter 9 Grad Neigung: 128 m nordwestlich des Wegweisers, 67 m westlich der Schutzhütte, 8 bis 12 m südlich des Gratwegs, 17 m innerhalb von Kerns, 78 m östlich der Lungerer Grenze und der Wildruhezone, ausserhalb des Landschaftsschutzgebiets. Eine Nacht nach GDB 971.4 Art. 8, mit dem Einverständnis, das der Flyer verlangt. Am Tümpel 19 m weiter westlich trinkt das Vieh; lass ihn in Ruhe. Nicht die Gratzellen östlich der Hütte, die 5 bis 7 m von der Sachsler Grenze an der Felskante liegen, eine davon in der roten Gefahrenzone. Ausweichplatz, mit demselben Ja: die Mulde südwestlich des 2'263-m-Kopfs, 8 Grad, am Hochstollenweg. Korrigiert am 2. Oktober 2026: Eine frühere Fassung dieses Reports empfahl LV95 2'660'740 / 1'181'390, und dieser Punkt liegt in jenem Tümpel.57
- Keine zweite Nacht. Artikel 8 deckt ein einmaliges Übernachten; die zweite Nacht fällt zurück unter das Verbot von Artikel 6.1
- Nicht unten am Seefeldsee, und nicht auf der Sachsler Seite des Grats. Der See und sein ganzes Ufer sind eine kantonale Naturschutzzone, in der Obwalden ein Zelt als verboten und gebüsst behandelt, und die Korporation Sachseln hat das Weidegebiet Seefeld rundherum seit Juni 2026 fürs Übernachten gesperrt: Wildcampen am Seefeldsee.13
- Nicht westlich des Dreigemeindepunkts zwischen dem 1. Dezember und dem 30. April. Das ist die Wildruhezone Gibel - Kleines Melchtal, rechtsverbindlich, 150 Franken abseits der markierten Wege.49
- Die Schutzhütte Abgschütz, 85 m nordwestlich des Wegweisers auf dem Grat, ist ein Nachbau des Grassenbiwaks, vom Steinmanndli-Klub gebaut und am 15. August 2013 eingeweiht: immer offen, keine Pritschen, kein Kocher, nicht buchbar. Ein Dach im Sturm, nicht das Bett.10
- Auf dem Plateau ohne Nachfrage nur Balmeregg. Melchsee-Frutt ist eine bewirtschaftete Alp, deren Grundeigentümerin ausserhalb der signalisierten Einmal-Zone bei der Talstation Balmeregg ihr Einverständnis verlangt; die Zone hat eine öffentliche Toilette und Nachtruhe ab 22.00 Uhr. Betten auf dem Plateau: neun Häuser vom Hotel Frutt Mountain Resort bis zum Clubhaus Bergfrieden; kein Campingplatz. Nächster Zeltplatz: Camping Seefeld Park in Sarnen.711
- Wasser und Feuer. Am Pass keines; die kartierte Quelle der Aa liegt 212 m tiefer auf der Fruttseite, und der Karst trocknet sie aus, nimm Wasser also an den Brunnen der Bergstation mit hinauf. Die Waldbrandgefahr in Obwalden ist seit dem 11. September 2026 auf Stufe 3, «erheblich»: Feuer nur in fest eingerichteten Feuerstellen, keines auf der Terrasse.312
- Hin und zurück. Melchsee-Frutt bis zum Pass auf dem markierten Weg über den Blausee, 4,2 km und 384 Höhenmeter, etwa 1 h 35; vom Seefeldsee 1 h 30 hinauf. Die Gondelbahn ab Stöckalp fährt bis 18. Oktober 2026, letzte Talfahrt 17.20 Uhr werktags und 17.50 Uhr am Wochenende; das letzte PostAuto 343 fährt um 17.40 Uhr ab Stöckalp.11
Allgemeine Regeln fürs Wildcampen
Das gilt überall dort, wo du wirklich draussen schlafen darfst, was auf dem Abgschütz das trockene Gras westlich der Hütte meint, für eine Nacht und erst nach dem Ja der Eigentümerin. Es ist kein Gesetzestext, sondern Anstand und gesunder Menschenverstand, und auf einer bewirtschafteten Alp, deren Eigentümerin gefragt werden will, ist es auch das, was dieses Ja für die Nächsten möglich hält.
- Kein Feuer. Offenes Feuer hat in den Bergen nichts verloren. Ein Gaskocher reicht.
- Spät aufstellen, früh abbauen. Erst gegen Abend aufbauen, früh wieder weg. Ein Biwak ist eine Nacht, kein Basislager.
- Keinen Abfall zurücklassen. Alles, was du hochträgst, trägst du wieder runter, auch Bioabfall und WC-Papier.
- Mindestens 50 Meter Abstand zu jedem Gewässer fürs grosse Geschäft, damit du nicht verschmutzt, was Mensch und Vieh trinken.
- Klein und leise bleiben. Kleine Gruppe, kein Lautsprecher, keine Drohne, Hunde an der Leine, und das Wort des Alppersonals gilt.
Disclaimer
Dieser Artikel gibt meine Recherche und Einschätzung nach bestem Wissen wieder, Stand September 2026. Er stützt sich auf die unten verlinkten öffentlich zugänglichen und amtlichen Quellen. Er ersetzt keine Rechtsberatung und ist keine verbindliche Auskunft über die aktuelle Rechtslage.
Kantonale Gesetze, Gemeindepraxis und Fahrpläne ändern sich. Ein vom Obwaldner Kantonsrat am 26. März 2026 überwiesenes Postulat zielt auf die einmalige Übernachtung im Wohnwagen und Wohnmobil, und der Regierungsrat will in seiner Antwort vom 3. März 2026 auch die Nacht im Zelt überprüfen; eine Gesetzesvorlage gab es bis zum 29. September 2026 nicht. Die Eigentümerin der Passparzelle ist aus der Beschreibung der Alpen durch die Destination und aus ihrer eigenen Weidekarte erschlossen, nicht aus einem Register. Gemeindegrenzen und der Rand der Wildruhezone sind aus Bundesgeodaten berechnet, nicht im Gelände gemessen. Prüfe vor jeder Tour die aktuellen Quellen selbst und folge den Anweisungen vor Ort. Ein echtes Notbiwak in einer Notlage ist eine andere Frage als ein geplantes Lager. Wer draussen übernachtet, trägt die Verantwortung für das eigene Verhalten und alle Folgen selbst. Hikebeast, Leon Helg und die Saftladen GmbH übernehmen keine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Textes getroffen werden, und rufen niemanden dazu auf, geltendes Recht zu brechen.
Häufige Fragen
Ist Wildcampen auf dem Abgschütz erlaubt?
Wie hoch ist die Busse?
Wo genau liegt die Wildruhezone, und deckt sie den Pass ab?
Darf ich in der Schutzhütte schlafen?
Wo stelle ich das Zelt hin, und wo nicht?
Quellen
- Gesetz über das Campieren (Campinggesetz) des Kantons Obwalden, GDB 971.4, vom 4. Dezember 2014, in Kraft seit 1. März 2015, am 16. September 2026 erneut aus der kantonalen Gesetzessammlung gelesen (eine einzige Fassung, nicht aufgehoben, keine künftige Fassung): Art. 6 Abs. 1 («Das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen zum Campieren ausserhalb behördlich bewilligter Campingplätze ist nicht gestattet.»), Art. 7 (Ausnahmen mit Gemeindebewilligung für Jugendlager, Grossanlässe und andere begründete Fälle; Abs. 3 vorübergehendes unentgeltliches Campieren auf dem Grundstück eines Wohnhauses mit Einwilligung des Eigentümers), Art. 8 «c. Einmaliges Übernachten» Abs. 1 («Zum einmaligen Übernachten darf ein Zelt, ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil ohne Bewilligung ausserhalb bewilligter Campingplätze aufgestellt werden, wenn keine öffentlichen oder privaten Interessen beeinträchtigt werden.») und Abs. 2 («Das einmalige Übernachten erfolgt auf eigenes Risiko.»), Art. 10 (Bewilligungsgebühren von 100 bis 1'000 Franken, eine Gebühr und keine Strafe), Art. 11 Abs. 1 («Mit Busse wird bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen dieses Gesetz oder darauf gestützte Verfügungen verstösst, insbesondere wer: a. ohne Bewilligung campiert; b. Auflagen oder Bedingungen der Bewilligungsbehörde nicht einhält; c. wiederholt gegen das Campingverbot ausserhalb eines Campingplatzes verstösst.»). Nirgends im Gesetz ein Frankenbetrag; kein Vorkommen von «Biwak». gdb.ow.ch. ↩
- Einwohnergemeinde Kerns, Online-Schalter «Campieren ausserhalb Campingplatz», gelesen am 16. September 2026: «Das Aufstellen von Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen ausserhalb behördlich bewilligter Campingplätze ist nicht gestattet (Gesetz über das Campieren vom 4. Dezember 2014). Ausnahmen: Mit der Einwilligung des Eigentümers darf auf dem Grundstück des Wohnhauses vorübergehend unentgeltlich campiert werden. Zum einmaligen Übernachten darf ein Zelt, ein Wohnwagen oder ein Wohnmobil ohne Bewilligung ausserhalb bewilligter Campingplätze aufgestellt werden, wenn keine öffentlichen oder privaten Interessen beeinträchtigt werden.»; Kontakt Ordnung und Sicherheit, 041 666 31 31, gemeindekanzlei@kerns.ow.ch. Reglementssammlung Kerns, 46 Einträge, am selben Tag gelesen: kein Polizeireglement, kein Campingreglement, kein Ordnungsbussenreglement; dreizehn Erlasse nach Entfernung der Silbentrennung mit Kontrollbegriffen je Datei gescannt, null Treffer für Campier / Zelt / Biwak / Übernacht / Nächtig / Wohnwagen / Wohnmobil bis auf das Verbot auf den Schulanlagen im Benützungsreglement Schul- und Sportanlagen und «Zelt» für Marktstände im Marktreglement. Baureglement Kerns (11. September 2012, Fassung vom 21. September 2023): Art. 23 Alpwirtschaftszone (es gelten Bundes- und Kantonsrecht; nur alpwirtschaftliche Bauten), Art. 32 Gefahrenzone (überlagernd, Baubewilligungsverfahren). Sachseln (30 Reglemente) und Lungern (25) gleich geprüft: kein Polizei-, Camping- oder Bussenreglement, null Treffer für jedes Campingwort in ihren Bau- und Strassenreglementen. kerns.ch, kerns.ch/reglemente. ↩
- Amtliche Bundesgeodaten, abgefragt am 16. September 2026 mit Toleranz 0 am Pin LV95 2'660'873 / 1'181'336 (Ortsverzeichnis «Pass Abgschütz (OW) - Kerns», Höhendienst 2'228,9 m) und an jeder Kandidatenzelle: Jagdbanngebiete, Wildruhezonen (Portalebene), BLN, Auen, Flachmoore, Hochmoore, Moorlandschaften, Amphibienlaichgebiete, Trockenwiesen, Ramsar, Smaragd, Waldreservate und Sachplan Militär liefern an keinem Punkt ein Objekt; die Kontrolle mit ungültiger Ebene liefert HTTP 400 bei der Punktabfrage und bei den Fensterabfragen über 3 km und 9 km, die Positivkontrolle bei 2'626'000 / 1'154'500 das Jagdbanngebiet Kiental. Gemeindeebene nach aktuellem Jahrgang gefiltert: Kerns am Pin; Sachsler Grenze 78,8 m nördlich (Azimut 13, Grenzpunkt 2'660'890,5 / 1'181'412,8), Lungerer Grenze 201,2 m bei Azimut 295; Dreigemeindepunkt Kerns / Sachseln / Lungern bei 2'660'689,9 / 1'181'419,5. Nächste Objekte: Jagdbanngebiet Hutstock (Objekt 11, 3'502,9 ha, integral) 4'234 m bei Azimut 59; Flachmoor «Sachsler Seefeld» (Objekt 2589) 694,7 m bei Azimut 349 und Amphibienlaichgebiet «Sachsler Seefeld» (OW127) 691,1 m bei Azimut 348, beide in Sachseln; BLN Aareschlucht 6'727 m; Waldreservat Wägisberg 1'612 m. Wegverzweigung am Pin (drei markierte Wege); kartierte Quelle der Aa 212 m bei Azimut 134. Höhen: DEM-Maximum 2'262,3 m am Kopf 2'660'728 / 1'181'301, Schutzhütte 2'226,6 m bei 2'660'834 / 1'181'412. api3.geo.admin.ch. ↩
- Wildruhezone «Gibel - Kleines Melchtal (Nr. 17.1)», Kanton Obwalden, Attribute am 16. September 2026 aus der eidgenössischen Wildruhezonen-Ebene gelesen: Schutzstatus «rechtsverbindlich», Bestimmung «R70» («Zutrittsverbot abseits der eingezeichneten Wege, Leinenpflicht»), Schutzzeit «01.12. - 30.04.», Grundlage «RRB Nr. 283, 21.01.2014, KRB 20.03.2014», Zusatz «Start- und Landeverbot für Luftfahrzeuge einschliesslich Gleit-, Fallschirme und Speedflyer»; ein Polygon von 459,8 ha, nächster Punkt 201,2 m vom Pin bei Azimut 295 = der Dreigemeindepunkt, Perimeter der Grenze Kerns/Lungern nach Süden folgend; 13 von 13 Innenproben liefern Lungern; Vereinigungsgeometrie an 32 Punkten auf 8 Azimuten gegen die Live-Abfrage geprüft, 0 Abweichungen. Regierungsratsbeschluss über die kantonalen Wildruhezonen, GDB 651.150 vom 21. Januar 2014 (Fassung vom 1. August 2021), der Anhang 1 erlässt, «Reglement über die kantonalen Wildruhezonen vom 15. November 2011/21. Januar 2014»: Art. 1 Zweck, Art. 3 «Weggebot» (im Text zitiert), Art. 4 (Start- und Landeverbot für Luftfahrzeuge, Leinenpflicht), Art. 12 Strafbestimmungen mit Verweis auf das eidgenössische Jagdgesetz Art. 18, das kantonale Jagdgesetz GDB 651.1 Art. 7 und die Naturschutzverordnung GDB 786.11 Art. 34; Anhangliste «17 Gibel - Kleines Melchtal, Lungern». Kein Vorkommen von Campier, Zelt, Biwak, Lager oder Übernacht im Reglement. Plan «Schutz- und Nutzungsplanung Wildruhezonen» (A3, 1:100'000, 2021). gdb.ow.ch, ow.ch. ↩
- Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB), Kanton Obwalden, Auszug mit Geometrie für Kerns Parzelle 1313, EGRID CH390478913687, 637,9 ha, gelesen am 16. September 2026: 139 Beschränkungen, 134 Polygone (alle ausgewertet und am Pin und an jeder Kandidatenzelle geprüft), 4 Punkte, 1 Linie. Am Pin: Grundnutzung «Alpwirtschaftszone, AW» (Baureglement Kerns Art. 23); kantonales «Landschaftsschutzgebiet» von regionaler Bedeutung, Objekt «Melchsee-Frutt-Tannen, Gemeinde Kerns» (GDB 786.49 Ziff. 1 Bst. e, Wirkung nach NLV GDB 786.11 Art. 11), das Wegweiser und Hütte deckt und 51 bis 80 m östlich der Terrassenzellen endet; «Gefahrenzone mittlere Gefährdung» am Pin, das Polygon «erhebliche Gefährdung» 0,5 m entfernt; Lärmempfindlichkeitsstufe III. Keine Naturschutzzone auf der ganzen Parzelle; die Überlagerung «Wildruhezone (überlagernd)» beginnt 201,2 m entfernt mit derselben Geometrie wie die Bundesebene. Nicht betroffen: Grundwasserschutzzonen und -areale, Gewässerraum, Waldreservate, statische Waldgrenzen. Gelände: 25-m-Raster über ein 300-m-Quadrat, 529 Zellen, mittlere Neigung 31,7 Grad, Pinzelle 22,1 Grad; Kandidatenzellen 2'660'698 / 1'181'386 (1,7 Grad, Westrand eines saisonalen Tümpels, 24,5 m von der Lungerer Grenze), 2'661'073 / 1'181'411 (4,2 Grad, Wandoberkante, 7,3 m von der Sachsler Grenze, in der roten Gefahrenzone), 2'660'948 / 1'181'411 (7,7 Grad, Gratterrasse 4,8 m von der Sachsler Grenze); Platz 2'660'767 / 1'181'407 (WGS84 46.78107 / 8.23437), trockenes Gras auf dem SWISSIMAGE-Luftbild 10 cm, 2'225,6 m im 2-m-Modell swissALTI3D, 5,8 Grad am Punkt und höchstens 8,6 Grad im Fenster von 10 mal 10 m darum, 128 m bei Azimut 304 vom Pin, 19 m östlich des saisonalen Tümpels, der Weg 8 bis 12 m nördlich, 17 m südlich der Sachsler Grenze, etwa 50 m südlich der Felskante, 78 m östlich des Dreigemeindepunkts, ausserhalb des Landschaftsschutzgebiets (60 m), in der Gefahrenzone mittlerer Gefährdung, die rote Zone 75 m entfernt; Ausweichplatz 2'660'698 / 1'181'261 (8,2 Grad, Mulde südwestlich des Kopfs). Korrigiert am 2. Oktober 2026: Dieser Report hatte die 10-m-Rasterzelle 2'660'740 / 1'181'390 empfohlen, die in jenem Tümpel liegt (0,0 Grad im 2-m-Modell, Wasser auf dem Luftbild, Vieh rundherum). gis-daten.ch (ÖREB). ↩
- Kanton Obwalden, Verordnung über den Natur- und Landschaftsschutz (NLV), GDB 786.11, Art. 11 «c. Wirkungen des Landschaftsschutzes» Abs. 1 («In Landschaftsschutzgebieten können Eingriffe, die eine nachhaltige Veränderung des Landschaftsbildes zur Folge haben, nur unter grösstmöglicher Schonung der Landschaft und mit entsprechenden Auflagen bewilligt werden. Dies betrifft insbesondere umfangreiche Ablagerungen aller Art sowie den Materialabbau.») und Abs. 3 («Das Landschaftsbild störende Umgebungsgestaltungen durch unpassende Terrainveränderungen und auffällige Pflanzungen exotischer Gehölze sind untersagt.»), Art. 12 Naturschutzzonen, Art. 34 Strafbestimmungen; kein Vorkommen von Campier, Zelt, Biwak, Übernacht, Zutritt oder Betreten. Regierungsratsbeschluss über die Landschaftsschutzgebiete von regionaler Bedeutung, Teilerlass II, GDB 786.49 (27. November 2001, Fassung vom 1. August 2007), Ziff. 1 Bst. e «Melchsee-Frutt-Tannen, Gemeinde Kerns». Regierungsratsbeschluss über die Naturschutzzone Sachsler Seefeld, Gemeinde Sachseln, GDB 786.45 (11. Dezember 1995, in Kraft 25. Januar 1996): erlässt einen kantonalen Schutzplan, Massnahmenplan und ein Schutz- und Nutzungsreglement, die beim kantonalen Amt und bei der Gemeindekanzlei Sachseln eingesehen werden können; das Reglement selbst ist nicht online, und die Objekte, die es schützt, beginnen 690 m nördlich des Passes, in Sachseln. gdb.ow.ch (NLV), GDB 786.49, GDB 786.45. ↩
- Eigentum und Plateauregel. Melchsee-Frutt Tourismus, Seite «Das Dorf», gelesen am 16. September 2026: Die Alpen Aa, Melchsee und Tannalp «sind hauptsächlich im Besitz der «Alpengenossenschaft Kerns ausserhalb der steinernen Bücke»» (sic), «Die Alpen umfassen zusammen 2'053 ha Land, davon 1'415 ha Weideland.»; «Mehr als die Hälfte der Landfläche der Gemeinde Kerns ist im Besitz der Korporation und der «Alpgenossenschaft ausserhalb der steinernen Brücke».» Obwalden veröffentlicht im Kataster keine Eigentümernamen. Die eigene Karte der Alpgenossenschaft «Nutzungsflächen Hochalp Aa» (2014, veröffentlicht auf korporation-kerns.ch), gelesen am 1. Oktober 2026: Ihre Weide-Umrisslinie schliesst Pass, Schutzhütte und Tümpel ein; auf dem SWISSIMAGE-Luftbild 10 cm steht Vieh am Tümpel. Korporation und Alpgenossenschaft Kerns a.d.st. Brücke, Alpenverwaltung, Sarnerstrasse 1, 6064 Kerns, 041 666 31 00, info@alpgenossenschaft-kerns.ch, Büro offen am Montag, Donnerstag und Freitag. Zelt-Flyer «Zelten auf Melchsee-Frutt / Übernachten im Zelt», erschienen unter frutt.ch, dem Namen der Sportbahnen Melchsee-Frutt, deren Website die Adresse «Korporation Kerns · Sportbahnen Melchsee-Frutt, Sarnerstrasse 1, 6064 Kerns» angibt; PDF erstellt am 15. Juli 2026, verlinkt von der Start- und der Anreiseseite von melchsee-frutt.com, gelesen am 2. Oktober 2026; er druckt keine Liste von Unterzeichnenden und spricht von «die Grundeigentümerin»: «Gesetzlich ist eine Übernachtung bei der signalisierten Zone bei der Talstation Balmeregg für eine Nacht erlaubt. Ausserhalb der signalisierten Zone braucht es das Einverständnis des jeweiligen Landbesitzers. Das Übernachten erfolgt auf eigenes Risiko. Bitte entsorge den Abfall ordentlich und gehe mit dem Holz sparsam und nachhaltig um. Eine öffentliche Toilette befindet sich bei der Talstation Balmeregg. Hinterlasse diese sauber. Wir bitten, die Nachtruhe ab 22.00 Uhr einzuhalten und Rücksicht auf Nachbarn zu nehmen. Widerhandlungen gegen das Campinggesetz des Kantons Obwalden können durch die Grundeigentümerin an die zuständige Strafbehörde zur Anzeige gebracht werden.» Er ersetzt das Merkblatt «Übernachten mit Zelt» vom Juni 2021, das keinen Satz zum Einverständnis enthielt und sagte, Verstösse «werden» angezeigt. Gästeinformation melchsee-frutt.com/touristinfo, Abschnitt «Zelten», gelesen am 16. September 2026: «Eine Übernachtung bei der signalisierten Fläche bei der Talstation Balmeregg ist erlaubt.» Korrigiert am 2. Oktober 2026: Dieser Report hatte das Merkblatt von 2021 zitiert und den Pass als ausserhalb der Regel der Grundeigentümerin gelesen. Zelt-Flyer 2026 (PDF), melchsee-frutt.com, Das Dorf, Nutzungsflächen Hochalp Aa (PDF), korporation-kerns.ch. ↩
- Kanton Obwalden, Amt für Wald und Landschaft, Mitteilung vom 1. Juni 2025 nach wiederholten Verstössen, aus der Polizeinachrichtenagentur zitiert, weil die kantonale Kopie HTTP 404 liefert: ausserhalb von Schutzgebieten «Im Kanton Obwalden ist es grundsätzlich erlaubt, ein Zelt, einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil für eine einmalige Übernachtung ausserhalb bewilligter Campingplätze aufzustellen.»; in ihnen «In Schutzgebieten jedoch gilt ein absolutes Campierverbot. Hier sind das Campieren, Biwakieren sowie das Abstellen von Wohnmobilen ausdrücklich untersagt.», unter anderem mit dem Jagdbanngebiet «Huetstock, Gemeinde Kerns»; Fehlbare «muss mit einer Busse rechnen», kein Betrag genannt. Bote der Urschweiz, 26. März 2026, «Campinggesetz: Postulat fordert Überprüfung» (Presse): Ein Postulat der Kantonsräte Niklaus Vogler und Franco Castelanelli verlangt, die Einmal-Regel für Wohnwagen und Wohnmobile zu prüfen; das Gesetz war am 16. September 2026 unverändert. polizei.news, bote.ch. ↩
- Bundesnormen, die den Pass nicht erreichen, ihn aber rahmen: Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete (VEJ), SR 922.31, Art. 5 Abs. 1 Bst. e («Das freie Zelten und Campieren ist verboten. Vorbehalten bleibt die Benutzung offizieller Zeltplätze. Die Kantone können Ausnahmen bewilligen.»), gültig im Banngebiet Hutstock 4'234 m nordöstlich; Ordnungsbussenverordnung (OBV), SR 314.11, Anhang 2, Ziff. 12005 (Campieren in einem eidgenössischen Jagdbanngebiet, 150 Franken) und Ziff. 12003 (Betreten einer Wildruhezone abseits der markierten Wege, 150 Franken), Letztere gültig in der Zone Gibel - Kleines Melchtal vom 1. Dezember bis 30. April. fedlex.admin.ch (VEJ), fedlex.admin.ch (OBV). ↩
- Schutzhütte Abgschütz, 2'660'834 / 1'181'412, 2'226,6 m. Melchsee-Frutt Tourismus, Frutt-Chronik, Eintrag 2013: «Am 15. August 2013 wurde vom Steinmanndli-Klub die Schutzhütte auf dem Abgschütz eingeweiht.» und «Sie ist eine Nachbildung des Grassenbiwaks am Titlis, die ursprünglich für das 100 Jahre-Jubiläum der SAC Sektion Engelberg erstellt wurde.» Kolorit, als solches gekennzeichnet: gipfelbuch.ch-Bericht vom 15. August 2013 («Die Nachahmung des Biwak am Grassen dient lediglich als Schutzhütte. Sie verfügt weder Koch- noch Schlafstellen.») und Route 21553 («Auf dem Abgschütz (bei Wanderwegtafel auf 2222m) hat es eine gemütliche Wetterschutzhütte, die immer offen ist.», 1,5 h ab Frutt). Keine SAC-Hütte, nicht von der Gemeinde betrieben; heutiger Unterhalt und eine Hausordnung nicht veröffentlicht. melchsee-frutt.com, gipfelbuch.ch. ↩
- Anreise und Betten, gelesen am 16. September 2026: Sportbahnen Melchsee-Frutt, Öffnungszeiten Sommer 2026, Saison 13. Juni bis 18. Oktober 2026, Gondelbahn Stöckalp bis Melchsee-Frutt Montag bis Freitag 08.25 bis 12.20 und 13.20 bis 17.20 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage gleich plus eine Talfahrt um 17.50 Uhr, mögliche Mittagspause bei geringer Frequenz; Pendelbahn Distelboden bis Bonistock 09.25 bis 16.30 Uhr. PostAuto-Linie 343 Sarnen bis Stöckalp (transport.opendata.ch, 16. und 19. September 2026): ab Stöckalp stündlich um xx.40, letzte 17.40 Uhr, erste ab Sarnen 07.44 Uhr. Gehzeiten: Bergstation Melchsee-Frutt (1'919 m) bis zum Pass über den Blausee 4,2 km, +384 m / -74 m, etwa 1 h 35; Nordende Seefeldsee bis zum Pass 2,3 km, +458 m, etwa 1 h 30; Gipfel Hochstollen bis zum Pass 1,4 km, etwa 40 min. Betten auf dem Plateau (melchsee-frutt.com/hotels): Hotel Frutt Mountain Resort 114 Zimmer, 041 669 79 79; Frutt Living 10 Zimmer; Hotel Posthuis 45 Betten, 041 669 12 42; Berghotel Distelboden 44 Betten, 041 669 12 66; Berggasthaus Tannalp 60 Betten, 041 669 12 41; Berghotel Bonistock 150 Betten, 041 669 12 30; Bergrestaurant Erzegg 58 Schlafplätze, 041 669 06 00; Bärghuis Frutt 40 Betten, 041 661 06 61; Clubhaus Bergfrieden 49 Schlafplätze, 041 669 00 70. Kein Campingplatz auf dem Plateau; nächster Zeltplatz Camping Seefeld Park, Sarnen. frutt.ch, melchsee-frutt.com/hotels, seefeldpark.ch. ↩
- Feuer: BAFU-Seite Waldbrandgefahr, gelesen am 16. September 2026: Kanton Obwalden «Erhebliche Gefahr», Stufe 3, seit 11. September 2026. Das absolute Feuerverbot vom 10. Juli 2026 in Nidwalden und Obwalden wurde am 29. August 2026 aufgehoben, als die Stufe von 4 auf 3 fiel; seither gilt, dass Feuer im Wald und im Freien nur in fest eingerichteten Feuerstellen entfacht werden dürfen (Pressebericht vom 29. August 2026; die kantonale Mitteilung liefert HTTP 404). waldbrandgefahr.ch, polizeinews.ch. ↩
- Die Sachsler Seite des Grats: Korporation Sachseln, Eigentümerin der Parzelle 83 (34,55 km², das ganze Seefeld- und Älggibecken), Mitteilung auf ihrer Website, datiert Flüeli-Ranft 22. Juni 2026, gelesen am 16. September 2026: «Bitte beachten Sie, dass auf der Älggi- und auf der Wolfisbergstrasse sowie auf dem Parkplatz der Älggialp und auf dem ganzen Weidegebiet auf der Älggialp und auf Seefeld das Übernachten und Campieren verboten sind.» Eine Eigentümermitteilung nach Zivilgesetzbuch, kein gerichtliches Verbot; nach GDB 971.4 Art. 8 ist eine veröffentlichte Weigerung ein privates Interesse, das ein Zelt beeinträchtigt. Korporation Sachseln, Chalchofen 1, 6073 Flüeli-Ranft, 041 662 20 90. Der Seefeldsee selbst liegt in der kantonalen Naturschutzzone Sachsler Seefeld (GDB 786.45, in Kraft seit 25. Januar 1996); die Lesart des Kantons, veröffentlicht am 30. Mai 2025 und am 14. August 2026, ist ein Campierverbot in allen Naturschutzzonen, Biwak eingeschlossen. Details im Seefeldsee-Report dieser Reihe. korporation-sachseln.ch. ↩
- Kanton Obwalden, Postulat 53.25.05 «Anpassung Campinggesetz (GDB 971.4), Steuerungsmöglichkeit der einmaligen Übernachtung», am 4. Dezember 2025 von den Kantonsräten Niklaus Vogler und Franco Castelanelli aus Lungern mit 25 Mitunterzeichnenden eingereicht, im Amtsblatt vom 11. Dezember 2025 publiziert und vom Kantonsrat am 26. März 2026 mit 48 zu 2 Stimmen überwiesen. Es verlangt zu prüfen, ob die einmalige Übernachtung im Wohnwagen und Wohnmobil nur noch auf ausgeschilderten öffentlichen oder bewilligungspflichtigen privaten Stellplätzen erlaubt sein soll, und klammert das Zelt ausdrücklich aus: «Für Reisende mit Rucksack und Zelt soll es hingegen weiterhin erlaubt sein, in der Natur im Sinne von Art. 8 einmalig zu übernachten.» Die Antwort des Regierungsrats, RRB Nr. 326 vom 3. März 2026, beantragt die Annahme und geht weiter: «Das Postulat bezieht sich ausdrücklich auf Wohnwagen und Wohnmobile. Im Rahmen einer allfälligen Gesetzesanpassung soll jedoch auch die Regelung der einmaligen Übernachtung mit dem Zelt überprüft und mitgedacht werden.» Eine Gesetzesvorlage gab es bis zum 29. September 2026 nicht, und die Gesetzessammlung führte GDB 971.4 unverändert und ohne künftige Fassung. RRB Nr. 326 (PDF), Postulat (PDF), ow.ch, swissinfo.ch. ↩